Der Chef des russischen Parlaments, Wjatscheslaw Wolodin, hat den Einsatz von Massenvernichtungswaffen gegen die Ukraine angedroht. Anlass sind Angriffe gegen die Zivilbevölkerung in russisch besetzten Gebieten.
"Das alles kann dazu führen, dass wir die Waffe einsetzen, die von niemandem mehr eine Spur übrig lässt", sagte Wolodin laut einer Pressemitteilung der Staatsduma. Er warnte davor, es so weit kommen zu lassen.
Wie n-tv.de berichtet, ist Auslöser der Drohung ein Drohnenangriff auf ein Wohnheim in Starobilsk im besetzten Gebiet Luhansk. Laut den Besatzungsbehörden kamen dabei 21 Zivilisten ums Leben. Der ukrainische Generalstab erklärte hingegen, der Angriff habe einer russischen Drohneneinheit gegolten.
Russlands Präsident Wladimir Putin hatte nach der Attacke Vergeltung angeordnet. Am Sonntag setzte das russische Militär bei einem Großangriff auf die Ukraine und insbesondere auf Kiew auch die neue Mittelstreckenrakete Oreschnik ein.
Diese extrem schnelle Rakete ist wegen ihrer Zerstörungskraft besonders gefürchtet. Allerdings soll sie wie bei früheren Attacken mit leeren Sprengköpfen ausgestattet gewesen sein.
Weitere Schläge gegen Kiew sollen nach Angaben des russischen Außenministeriums folgen. Moskau begründet dies mit Vergeltung für die Opfer in Starobilsk. Außenminister Sergej Lawrow informierte auch US-Außenminister Marco Rubio über die möglichen Angriffe.