Duo verkaufte "dilettantischst gefälschte" Picassos

Bild: LPD Wien

Am Dienstag standen ein Wiener (47) und ein Montenegriner (52) vor Gericht: 2013 soll ein Bekannter dem 52-Jährigen in Serbien mehrere Gemälde gegeben haben, die angeblich aus dem Besitz eines Diplomaten (80) stammten.

In Wien suchte er Käufer, fünf bis zehn Prozent Provision winkten. Weil er nicht über die entsprechenden Kontakte verfügte, wandte er sich an den ebenfalls angeklagten Wiener, den er in einer Pizzeria in Favoriten kennenlernte. Aber der Ex-Häftling hatte mit Kunst nichts am Hut: "Ich habe null Ahnung gehabt."

Beide hielten die Werke – laut Experte und Kunsthändler Herbert Giese "dilettantischste Fälschungen" – für echt. Verteidiger Werner Tomanek: "Das sind Glücksritter! Die klammern sich an jeden Strohhalm, wo sie ein bisserl ein Geld verdienen können." Dafür spricht auch ihre Festnahme 2014, da gingen sie einem verdeckten Ermittler ins Netz.

Der Prozess wurde vertagt.

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