Wegen Corona weniger Kinder in Linzer Kigas

Wegen der Corona-Krise besuchten weniger Kinder die Ferienbetreuung der Kindergärten und Krabbelstuben.
Wegen der Corona-Krise besuchten weniger Kinder die Ferienbetreuung der Kindergärten und Krabbelstuben.
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Durch die Corona-Krise besuchten deutlich weniger Kinder die Ferienbetreuung in den Linzer Kindergärten und Krabbelstuben.

An den Besuchszahlen der Kindergärten und Krabbelstuben der Stadt Linz in den Sommerferien zeigt sich die Vorsicht der Eltern in der Corona-Krise. Diesen Sommer vertrauten von Mitte Juli bis Ende August deutlich weniger Eltern ihre Kinder der dort angebotenen Ferienbetreuung an.

Letztes Jahr besuchten 80 Prozent der Krabbelstubenkinder die Ferienbetreuung, bei den Kindergartenkindern waren es 60 Prozent. Heuer nutzten nur 58 Prozent die Angebote der Krabbelstuben und nur 33 Prozent die der Kindergärten. "Die Anwesenheiten zeigen, dass die Eltern noch immer sehr vorsichtig sind", so Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ).

Anmeldezahlen weichen von Besuchszahlen ab

Außerdem kommen von den angemeldeten Kindern immer weniger tatsächlich in die Ferienbetreuung. In den Krabbelstuben war dieses Jahr jedes vierte Kind trotz Anmeldung abwesend, in den Kindergärten sogar jedes zweite.

Die Stadt Linz berechnet aber die Anzahl an Betreuern, die in den Ferien in den Einrichtungen sein müssen, nach den Anmeldezahlen. Deshalb war diesen Sommer ungefähr ein Drittel der Pädagogen vor Ort, ohne wirklich gebraucht zu werden.

Unfaire Situation für Mitarbeiter

Luger findet diese Situation unfair gegenüber den Mitarbeitern der Krabbelstuben und Kindergärten. "Anstelle auf Urlaub zu gehen, müssen sie in nicht voll benötigtem Ausmaß ihren Dienst verrichten."

Als Lösung für dieses Problem schlägt er einen neuen Anmeldemodus vor. Dieser soll den Eltern deutlicher machen, dass es wichtig ist, angemeldete Kinder auch wirklich in die Ferienbetreuung zu bringen.

Kritik an dieser Sichtweise übt die Grüne-Stadträtin Eva Schobesberger. "Das ist für mich nicht nachvollziehbar. Luger kritisiert damit die Eltern genau dafür, dass sie das gemacht haben, was ihnen von allen Seiten aus gesundheitspolitischen Erwägungen dringend nahegelegt wurde, nämlich verantwortsungsbewusst und vorsichtig zu handeln."

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