Viele Menschen greifen unter der Dusche reflexartig zum Duschgel und seifen sich von Kopf bis Fuß ein. Was nach gründlicher Hygiene klingt, schadet der Haut aber mehr, als es nützt. Denn zu viel Seife kann das empfindliche Mikrobiom der Haut aus dem Gleichgewicht bringen.
Dermatologen warnen schon länger: Wer es mit der Körperpflege übertreibt, riskiert eine geschwächte Hautschutzbarriere. Der natürliche Säureschutzmantel wird angegriffen, die Haut trocknet aus und wird anfälliger für Reizungen.
Wie chip.de berichtet, brauchen tatsächlich nur fünf Körperstellen beim Duschen wirklich Seife: Hände, Füße, Achseln, Rückenmitte und Brustmitte. Alle anderen Bereiche kommen problemlos ohne aus.
Für den Rest des Körpers empfehlen Experten einen feuchten Waschlappen statt Seife. Außerdem sollte die Wassertemperatur nicht höher als 35 Grad sein, damit die Haut nicht unnötig austrocknet.
Auch bei der Häufigkeit gilt: Weniger ist mehr. Experten raten, nur alle zwei bis drei Tage zu duschen - sofern man nicht verschwitzt oder verschmutzt ist. Tägliches Duschen spült wichtige Fette und Talg aus der Haut, die für ihre Geschmeidigkeit sorgen.
Wer seine Haut langfristig gesund halten möchte, sollte also auf hautschonende Produkte setzen und die Duschzeit kurz halten. Der Verzicht auf übermäßiges Einseifen ist dabei der einfachste Schritt zu einer besseren Hautpflege-Routine.