Die anhaltende Trockenheit hat jetzt drastische Folgen: In Lembach im Mühlkreis (Bezirk Rohrbach) greift die Gemeinde zu harten Maßnahmen, um die Trinkwasserversorgung zu sichern.
Wie die Marktgemeinde mitteilt, dürfen ab sofort keine Swimmingpools mehr befüllt werden. Auch das Gießen von Gärten, Rasenflächen und Beeten ist verboten. Ebenso untersagt ist derzeit das Autowaschen mit Wasser aus der Ortsleitung.
Der Grund: Die gemeindeeigenen Quellen liefern wegen der anhaltenden Trockenheit kaum noch Wasser. Laut Gemeinde ist die Ergiebigkeit der Trinkwasserquellen weiterhin kritisch niedrig. Nur durch tägliche Wasserlieferungen aus der Nachbargemeinde Putzleinsdorf könne die Versorgung derzeit überhaupt aufrechterhalten werden.
"Die Lage ist ernst - jeder Liter zählt!", warnt die Gemeinde auf ihrer Homepage. Bürgermeisterin Nicole Leitenmüller (ÖVP) appelliert an die Bevölkerung, besonders sparsam mit Wasser umzugehen.
Die Orts-Chefin gibt den Bewohnern auch konkrete Spartipps mit auf den Weg: lieber duschen statt baden, Geschirr nicht unter fließendem Wasser spülen und Waschmaschine oder Geschirrspüler nur voll beladen einschalten. Besonders teuer könne ein tropfender Wasserhahn werden: "Ein tropfender Hahn verschwendet bis zu 5.000 Liter pro Jahr!", heißt es in der Mitteilung.
Zusätzlich kündigt die Gemeinde nächtliche Wasserabschaltungen an. Hintergrund sind vermutete Rohrbrüche im Ortsnetz. Durch die Unterbrechungen in den Nachtstunden sollen mögliche Schäden gefunden werden.