Erdrutsch in China

Dutzende Menschen begraben – "Bruder weckte mich auf"

Bei einem Erdrutsch im Südwesten Chinas sind mehr als 45 Menschen verschüttet worden. Die Suche nach den Vermissten läuft.

Dutzende Menschen begraben – "Bruder weckte mich auf"
Nach einem Erdrutsch in China werden mehrere Menschen vermisst.
Xiao Yijiu Xinhua / Eyevine / picturedesk.com (Symbolbild)

Mehr als 40 Menschen sind bei einem Erdrutsch in der südwestchinesischen Provinz Yunnan verschüttet worden. Nach ersten Erkenntnissen gingen die Behörden laut chinesischen Staatsmedien von 47 Verschütteten aus. Mehr als 200 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden.

Die Katastrophe ereignete sich kurz vor 6 Uhr (Ortszeit) in dem Dorf Liangshui, das zur Stadt Tangfang im Bezirk Zhenxiong gehört. Nach Angaben der Bezirksverwaltung wurde nach Opfern gesucht, die in 18 verschiedenen Häusern eingeschlossen waren. Informationen über Todesopfer oder Verletzte gab es zunächst nicht.

Rund 300 Helfer im Einsatz

"Ich schlief, aber mein Bruder klopfte an die Tür und weckte mich auf", berichtete die 35-jährige Luo Dongmei. Sie wurde zusammen mit ihrem Mann und ihren drei Kindern von den örtlichen Behörden in einer Schule untergebracht. Sie seien mit Lebensmitteln versorgt worden, warteten aber auf Decken und anderen Schutz vor den niedrigen Temperaturen.

Sie könne ihre Schwester und ihre Tante, die näher am Ort des Erdrutsches wohnten, nicht erreichen, so Luo. "Das einzige, was ich tun kann, ist warten." Im Einsatz stehen rund 300 Helfer. Wie es zu dem Erdrutsch gekommen war, blieb zunächst unklar.

Erdrutsche sind in China keine Seltenheit. Im vergangenen Jahr kamen dabei mindestens 70 Menschen ums Leben, darunter mehr als 50 in einem Tagebau in der Inneren Mongolei. Im Jahr 2021 wurden 14 Arbeiter getötet, als ein im Bau befindlicher Tunnel überflutet wurde.

149 Tote bei Erdbeben

In der vergangenen Woche evakuierten Rettungskräfte Touristen aus einem Skigebiet im Nordwesten Chinas, wo Dutzende von Lawinen, die durch starken Schneefall ausgelöst wurden, mehr als 1.000 Menschen eine Woche lang von der Außenwelt abgeschnitten hatten.

Beim schwersten Erdbeben der letzten Jahre in China kamen am 18. Dezember mindestens 149 Menschen ums Leben.

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