Die "2 Rad Helden" in der Hadikgasse helfen gerne, wenn Autofahrer an der Zapfsäule verzweifeln. Aktuell sind sie gefragt wie nie. "Gegenüber von uns ist eine Tankstelle. Jeden Tag kommen Menschen rein, die nicht mehr bereit sind, so viel für Sprit zu zahlen", berichtet Voglsam (Video unten).
Am Standort in Wien-Penzing gibt es nahezu alles, was einspurig ist und elektrisch angetrieben wird. Von unkomplizierten Stehrollern über urbane E-Mopeds bis hin zu temporeichen E-Motorrädern. Der Geschäftsmann ist erfreut: "Die Nachfrage ist gewaltig, im Elektro-Moped-Bereich ist bereits jedes fünfte Fahrzeug batterieelektrisch, bei den 125ern ist jeder Zehnte ein Elektromotorrad." Aber woher weiß der Kunde, was am besten zu ihm passt?
"Das Um und Auf ist, dass man eine gute Analyse macht, was eigentlich mein wirklicher Bedarf ist, welche Straßen und Strecken ich fahre. Der überwiegende Einsatzzweck muss ganz klar analysiert werden", erklärt er. "Bei der Investition in Elektrofahrzeuge ist ganz wichtig, dass man sich die gesamten Kosten anschaut." Zwar sei die "Anschaffung am Anfang einen Tick höher", als von Pendants mit Verbrennungsmotoren, aber danach zahle es sich aus.
"Die Versicherungskosten sind deutlich niedriger, weil es keine motorbezogene Versicherungssteuer gibt und in der Werkstatt fallen geringere Servicekosten an", stellt Voglsam klar. Für Strom fällt überhaupt nur ein Mini-Betrag an. "Wenn man jetzt so ein Elektro-Moped oder Motorrad hernimmt, dann ist man bei einem bis zwei Euro Stromkosten auf 100 Kilometer."
Einziger Nachteil sei der Neupreis: Für E-Roller muss man zwar "nur" rund 2.500 € zahlen, E-Motorräder kosten aber oft mehr als 20.000 Euro: "Das kann sich nicht jeder leisten. Aber in der Gesamtkosten-Betrachtung ist man mit einem Elektrofahrzeug, wenn man sehr viel fährt, rasch am Break-Even-Point dran." Finanzschwache bleiben wohl aber weiter aufs Auto angewiesen...