Bereits zum zweiten Mal innerhalb einer Woche brannte in Wr. Neustadt ein Akku eines elektrisch betriebenen Fortbewegungsmittels. War es am Sonntag ein E-Bike-Akku, so fing in der Nacht auf Dienstag der Akku eines E-Scooters, der im Badezimmer einer Wohnung eines Mehrparteienwohnhauses am Flugfeldgürtel zum Laden angesteckt war, aus unbekannter Ursache Feuer.
Die Bewohner brachten den stark rauchenden E-Scooter ins Stiegenhaus und löschten diesen zumindest vorerst ab. Die alarmierte Polizei öffnete die Fenster des Stiegenhauses, um zu lüften. Endgültig löschen konnte dann erst die Feuerwehr.
Der Einsatzleiter forderte einen Einwegbehälter an, welcher mit Wasser gefüllt wurde. Der E-Scooter sowie die Teile der Akkus, welche umherlagen, wurden in diesem Wasserbad versenkt und von der Feuerwehr abgestellt.
"Diese Maßnahme ist notwendig, da einmal zu brennen begonnene Lithium-Akkus, wenn diese nicht vollständig ausgebrannt sind, eine ganze Weile später noch zu brennen beginnen können", so Einsatzleiter Sigmund Spitzer. Die Bewohner kamen auf Anraten des Einsatzleiters bei Verwandten unter. "Es befand sich zwar kein Rauch mehr in der Wohnung, aber die durch den brennenden Akku ausgetretenen giftigen Gase brauchen eine Zeit, bis sich diese endgültig verflüchtigen", erklärt Spitzer.
Nach eingehender Kontrolle mit der Wärmebildkamera wurde auch der Strom im Badezimmer durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr abgeschaltet. Die Feuerwehr Wiener Neustadt stand mit 16 Feuerwehrmitgliedern knapp eine Stunde im Einsatz.
Die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neustadt empfiehlt, Lithium-Akkus nur unter Aufsicht und auf einer nicht brennbaren Unterlage zu laden. Außerdem sei die Montage von Rauchwarnmeldern besonders in jenen Bereichen, wo Handys oder Sportgeräte geladen werden, dringend zu empfehlen.