E-Zigaretten, auch Vapes genannt, galten lange als harmlosere Variante zur klassischen Zigarette. Doch neue Forschungsergebnisse zeichnen ein anderes Bild: Eine 2026 veröffentlichte Studie stuft den Konsum von E-Zigaretten als "wahrscheinlich krebserregend" ein.
Die Wissenschaftler werteten mehrere seit 2017 erschienene Untersuchungen aus. Das Ergebnis: E-Zigaretten erhöhen wohl das Risiko für Lungen- sowie Mundhöhlenkrebs.
Wie chip.de berichtet, sieht auch der Krebsexperte Martin Widschwendter von der Universität Innsbruck die Entwicklung kritisch. Bis die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) E-Zigaretten offiziell als wahrscheinlich krebserregend einstuft, werde es aber noch dauern.
Nicht nur E-Zigaretten, auch Tabakerhitzer stehen unter Verdacht. Obwohl sie von Tabakkonzernen als "risikoreduzierte" Alternative beworben werden, setzen auch sie gesundheitsschädliche Stoffe frei - darunter Feinstaub, Teer und krebserregende Substanzen.
Ein Problem bei der Forschung: Viele Studienteilnehmer hatten neben E-Zigaretten auch herkömmliche Zigaretten geraucht - in manchen Untersuchungen bis zu 97 Prozent. Das erschwert die Zuordnung des Krebsrisikos.
Die vermeintlich sichere Alternative zur Zigarette ist damit alles andere als unbedenklich. Experten warnen: Wer seiner Gesundheit etwas Gutes tun will, sollte am besten ganz auf Nikotin verzichten.