Eastwood unterstützt Romneys Wahlkampf

Bild: DAPD
Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner, Mitt Romney, hat Unterstützung von prominenter Seite erhalten. Schauspieler und Regisseur Clint Eastwood bekundete am Freitagabend am Rande einer Spendensammelaktion in Sun Valley im US-Staat Idaho, dass er hinter dem konservativen Politiker stehe.


Der Nachrichtenagentur AP sagte die Hollywood-Legende zur Begründung: "Ich denke, unser Land braucht einen Schub." Noch im Februar hatte Eastwood dem Fernsehsender Fox News gesagt, dass er zu diesem Zeitpunkt keinen Politiker unterstütze.

Gleichwohl legten ihm einige einen während des Super Bowl ausgestrahlten Werbespot als Parteinahme für Präsident Barack Obama aus. In dem Spot war Eastwood mit dem Satz zu hören: "Es ist Halbzeit in Amerika." Der Regisseur sagte jedoch, dass er sich nicht "politisch verbunden" fühle mit dem Präsidenten.

"Was für ein Kerl"

"Wir brauchen Gouverneur Romney jetzt mehr denn je. Ich werde für ihn stimmen", sagte Eastwood am Freitag vor Unterstützern des Republikaners. Der dankte es ihm. "Er hat mich gerade sehr glücklich gemacht", erwiderte Romney. "Was für ein Kerl."

Er hoffe, dass Romney ein angemessenes Steuersystem schaffe, sagte der 82-Jährige. Eines, das Fairness bringe und die Leute nicht gegeneinander aufbringe, weil sie sich fragten, wer Steuern zahle und wer nicht. Eastwood hat sich damit umgehend zum profiliertesten Unterstützer Romneys im Kreis der Berühmtheiten gemausert, die mehrheitlich zu Obamas Demokraten tendieren.

Promis bei Romney zurückhaltend

Bisher hatte Romney nur Unterstützer in der zweiten Reihe der Hollywood- und Show-Größen. Konkret gaben Oscar-Preisträger Jon Voight und Rockstar Kid Rock an, für den Republikaner stimmen zu wollen. Ein Sprecher Romneys konnte zunächst aber nicht sagen, ob Eastwood eine aktive Rolle im Wahlkampf des designierten Kandidaten spielen werde.

Als Schauspieler verkörperte er in den 70er und 80er Jahren den Polizisten Harry Callahan in der populären "Dirty Harry"-Serie. Später gewann er als Regisseur und Produzent Oscars für den Western "Erbarmungslos" (1993) sowie das Boxdrama "Million Dollar Baby" (2005). Zwischenzeitlich engagierte sich der bekennende Republikaner Eastwood auch in der Politik, und zwar als Bürgermeister der kalifornischen Kleinstadt Carmel.

APA
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