Die Behörden im westafrikanischen Guinea haben nach dem Ausbruch einer schweren Ebola-Epidemie den Verkauf und Verzehr von wilden Tieren verboten. In dem Land gelten Affen, Fledermäuse, Antilopen und Ratten als Delikatesse - aber sie sind auch potenzielle Träger des Krankheitserregers.
den Verkauf und Verzehr von wilden Tieren verboten. In dem Land gelten Affen, Fledermäuse, Antilopen und Ratten als Delikatesse - aber sie sind auch potenzielle Träger des Krankheitserregers.
Weil oft Menschen in die von der Seuche betroffenen Gebiete reisen, um das Dschungel-Fleisch zu kaufen, könnte dies zu einer weiteren Ausbreitung führen, hieß es.
Weitere Opfer
Unterdessen hat die Krankheit in Guinea zwei weitere Opfer gefordert. Damit sei die Zahl der Toten seit dem Ausbruch der Epidemie im vergangenen Monat auf 61 gestiegen, teilten die Gesundheitsbehörden in Conakry mit. Aus dem Nachbarland Liberia wurde ein neuer Verdachtsfall gemeldet. Der Patient werde in der Hauptstadt Monrovia behandelt, berichtete die örtliche Zeitung "Daily Observer".
Insgesamt gibt es in Liberia damit elf Verdachtsfälle. Fünf Menschen sind bereits gestorben. Fast alle Fälle traten an der Grenze zu Guinea in den Bezirken Zorzor, Lofa und Foyah auf. Internationale Expertenteams sind in der Region im Einsatz, um die Epidemie zu bekämpfen.
Organisation stockt auf
Unterdessen stockt die Organisation "Ärzte ohne Grenzen" (Medecins Sans Frontieres, MSF) in Guinea ihr aus 30 Mitarbeitern bestehendes Team in zwei Orten im Süden des Landes auf. Eine der Hauptaufgaben besteht darin, die Umgebung der Patienten vor einer möglichen Ansteckung zu schützen. Die MFS-Teams konzentrieren sich derzeit auf die Suche nach "Kontaktfällen" - also auf Personen, die mit Ebola-Patienten in direktem Kontakt waren und nun ebenfalls erkrankt sein könnten. Obwohl es derzeit kein Heilmittel gibt, kann die medizinische Betreuung der Patienten die Symptome reduzieren und das Fortschreiten der Krankheit verhindern.
Ebola ist eine der gefährlichsten Krankheiten weltweit. Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. Die Krankheit ist sehr ansteckend und endet meist tödlich. Bisher gibt es weder eine vorbeugende Impfung noch eine Therapie.