Österreich

Echt fette Beute! 2,5 Mio. Euro Schaden durch Einbre...

Heute Redaktion
14.09.2021, 00:59

Der nö. Exekutive gelang jetzt ein beachtlicher Schlag gegen das organisierte Verbrechen. Drei Banden (zwei aus Rumänien und eine aus der Slowakei) konnten ausgeforscht werden. Die Zahlen sind beachtlich: Insgesamt 125 Einbrüche, 13 Pkw- sowie 13 Motorrad-Diebstähle verübten die 49 mutmaßlichen Täter.

13 Autos geklaut, 13 Motorräder gestohlen, 125 Einbrüche in Firmen und Wohnhäuser: Äußerst gründlich waren drei Banden aus Osteuropa vorgegangen. Die Zielfahnder konnten jetzt eine Gruppe nach der anderen aus dem Verkehr ziehen. Die Gesamt-Schadenssumme: 2,5 Millionen Euro.

Für nö. Polizeichef Franz Prucher ein Mega-Erfolg: "Die Schadensumme ist enorm, NÖ ist wieder ein Stück sicherer", sagte der Exekutivchef am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz.

Ausgeklügeltes System bei rumänischer Bande

Äußerst professionell ging die erste ausgeforschte Tätergruppe aus Rumänien bei ihren Coups vor: Sie warben Personen aus dem Heimatland an, für Einbruchsdiebstähle nach Österreich zu reisen und die Beute sofort wieder nach Rumänien zu transportieren. Pro Fahrt wurden zwischen 200 und 500 Euro gezahlt. 

Auf eine heiße Spur kamen die Ermittler schließlich im Mai 2016, als von einer Baustelle in Bruck an der Leitha Werkzeuge und Baumaschinen im Wert von über 50.000 Euro entwendet wurden. Durch Telefonnummern-Rückerfassungen kam man dem Netzwerk auf die Schliche, ein Coup nach dem anderen konnte der Täter-Gruppe zugeordnet werden. Zwei Monate später erwischten die Spezialeinheit Cobra und das Landeskriminalamt schließlich sieben der Männer auf frischer Tat.

Letztendlich konnten insgesamt 29 Personen ausgeforscht werden. Auf ihre Kappe gehen 52 Einbruchsdiebstähle in NÖ, dem Burgenland und der Steiermark. Schaden: Mächtige 1,4 Millionen Euro, sowie 200.000 Euro Sachschaden. Auch sieben gestohlene Fahrzeuge konnten in Ungarn sichergestellt und den rechtmäßigen Besitzern übergeben werden. 18 der Männer befinden sich derzeit in Österreich, je zwei Tatverdächtige in Deutschland und Frankreich in Haft. Der Rest der Bande wird nun nach Österreich ausgeliefert.

Zweite Bande: Anführer hatte 14 "Aliasnamen"

In unterschiedlicher Konstellation hinterließen acht Rumänen – darunter auch eine Frau – seit Sommer 2016 eine Spur der Verwüstung in NÖ, OÖ, Salzburg und der Steiermark. Die Masche: Coups in Firmen – mitgenommen wurde alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Darunter Bares aus den Tresoren, Baumaschinen, Werkzeuge, Laptops, Kameras und vieles mehr.

Der Rädelsführer (43; er hatte 14 Aliasnamen) suchte die Tatorte zuvor im Internet aus und verkaufte die erbeutete Ware gemeinsam mit einem 29-Jährigen. Auch sie wurden schlussendlich auf frischer Tat ertappt. 61 Einbrüche mit einem Gesamtschaden von 380.000 Euro konnten ihnen nachgewiesen werden. Der 43-Jährige sitzt derzeit in U-Haft, ein Quartett wurde angezeigt, drei weitere Mittäter werden bereits europaweit gesucht.

Bikes, Pkw und Traktoren im Visier

Auch eine 13-köpfige Bande aus der Slowakei konnte nun ausgeforscht werden: Auf ihre Kappe gehen 13 Motorrad- sowie 13 Pkw-Diebstähle, zehn Firmeneinbrüche, drei Coups in Wohnhäusern und zwei Diesel-Diebstähle. Schaden: 450.000 Euro. Sechs Slowaken wurden bereits verhaftet – sie sitzen in der Justizanstalt Josefstadt. Weiters wurde gegen drei Täter Festnahmeanordnungen ausgestellt, weitere vier wurden angezeigt. Die Bande ist großteils geständig.

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