Echter Brückenschlag zwischen Landstraße und Favoriten

Seit 150 Jahren wird die Trennung der Bezirke Landstraße und Favoriten durch die Ostbahn überwunden. Heute wurde der Arsenalsteg eröffnet. 
Seit 150 Jahren wird die Trennung der Bezirke Landstraße und Favoriten durch die Ostbahn überwunden. Heute wurde der Arsenalsteg eröffnet. Screenshot Facebook
"Nur" 260 Meter lang und doch genug, um eine 150 Jahre währende Kluft zu überwinden. Heute wurde der neue Arsenalsteg eröffnet.

Im Zuge der Bauarbeiten für den neuen Haupbahnhof Wien, der 2014 fertiggestellt wurde, ließ die Stadt auch zwei neue Brücken errichten: die Südbahnhofbrücke und den Arsenalsteg. Erste wurde im Frühjahr 2019 an den Verkehr übergeben, nun folgte auch der kleinere Arsenalsteg. Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Birgit Hebein (Grüne) eröffnete heute, Donnerstag die neue Fuß- und Radwegbrücke gemeinsam mit den Bezirksvorstehern der Bezirke Landstraße Erich Hohenberger und Favoriten Marcus Franz (beide SPÖ).

Bezirke erstmals seit 150 Jahren wieder miteinander verbunden

Mit einer Länge von 260 Metern und einer Breite von 8,8 Metern ist der Arsenalsteg zwar nicht die größte aller Brücke, dennoch erfüllt er eine große Aufgabe. Denn erstmals seit 150 Jahren sind die Bezirke Landstraße und Favoriten wieder direkt miteinander verbunden. Seit 1850 war das Gebiet um den früheren Südbahnhof Südtiroler Platz bis zur Unterführung Gudrunstraße nicht querbar, der 3. Bezirk und der 10. Bezirk waren durch die Ostbahn voneinander getrennt, die Umwege waren weit. Diese Gleisanlagen des ehemaligen Frachtenbahnhofes bildeten für viele Jahre eine unüberwindbare Barriere zwischen dem Arsenal und Favoriten.

Nun ist diese Zäsur vorbei, freut sich Hebein: "Der Arsenalsteg verbindet Menschen, verkürzt die Wege in die beiden Bezirke und erhöht die Lebensqualität für die Menschen auf beiden Seiten, indem sie zu Fuß oder mit ihrem Fahrrad eine schnelle und direkte Verbindung haben. Das ist auch Ausdruck unseres Zieles, immer mehr Menschen zum Fahrradfahren oder Zufußgehen einzuladen", so die Vizebürgermeisterin.

Lift sorgt für barrierefreien Zugang

Der Arsenalsteg dient als Geh- und Radverbindung zwischen dem Arsenal (Landstraße) und dem Bereich Gudrunstraße (Favoriten) sowie dem neuen Stadtteil. Er wird über die Oberleitung der ÖBB geführt und kommt durch den zusätzlichen Geländesprung zwischen Bahntrasse und Arsenalstraße auf einer Höhe von ca. 13.5 Meter nördlich der Arsenalstraße an. Die Barrierefreiheit wird durch einen Doppelkabinenaufzug neben der Stiege anstelle einer Wendel- oder Rampenanlage erreicht. Ein weiterer wichtiger Schritt für die Erschließung des Hauptbahnhofes für den Geh- und Radverkehr, so die Stadt.

"Die Verbindung vom Sonnwendviertel zum Erholungsgebiet Arsenal bedeutet ein mehr an Lebensqualität durch direktere und einfachere Wege", freut sich Franz. Einen "weiteren wichtigen Brückenschlag" zwischen den Bezirken sieht Amtskollege Hohenberger. 

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