"Danke Papa, dass du nicht Mama bist"

Ein Werbevideo von Edeka zum Muttertag löste heftige Debatten aus. Jetzt legt der Konzern noch nach und bringt einen ähnlich kontroversen Spot zum Vatertag.
Zum Muttertag veröffentlichte die deutsche Supermarktkette Edeka einen Werbefilm mit dem Namen "Danke Mama, dass du nicht Papa bist". Der Clip wurde kontrovers diskutiert, von einigen Kritikern als sexistisch und menschenverachtend bezeichnet.

Laut einem "Spiegel"-Bericht sind 750 Beschwerden beim Deutschen Werberat eingegangen, weil sich sowohl Männer als auch Frauen von der Aufnahme diskriminiert fühlten.

Trotzdem, oder wohl gerade deshalb, bringt Edeka jetzt den zweiten Teil der umstrittenen Werbung heraus. Am 9. Juni ist Vatertag – Zeit also, um auch den Papas mit einem Werbespot alles Gute zu wünschen.

Von Beginn an zweite Teile geplant



CommentCreated with Sketch.13 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die Fortsetzung, die wenig überraschend die Botschaft "Danke Papa, dass du nicht Mama bist" vermittelt, ist allerdings weitaus kürzer und nicht ganz so drastisch ausgefallen.

Auf Facebook, wo der Clip mit den Worten "Nicht immer alles perfekt zu machen, macht uns als Menschen perfekt" gepostet wurde, erklärt Edeka darüber hinaus, dass die Werbekampagne von Beginn an sowohl für den Mutter- und Vatertag angelegt war.

Bewusst überspitzt



"Wir stellen filmisch, in überspitzter Form und mit einem ironischen Augenzwinkern, das alltägliche Familienleben dar. Um zu zeigen, dass die Aussagen im Film nicht unserem realen, modernen Bild von Müttern und Vätern entsprechen, haben wir bewusst einen Schwarz-Weiß-Filter gewählt. Zusätzlich wurde sich dem Stilmittel der Ironie und auch dem Spiel mit Klischees bedient", führt das Unternehmen weiter aus und möchte den Kritikern damit so wohl gleich den Wind aus den Segeln nehmen. (ek)

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