Bedingte Haft und Geldstrafe für Dr. L.

Zwar wurde jener Mediziner, der seine Kinder jahrelang misshandelt haben soll, nicht freigesprochen, hinter Gitter muss er vorerst dennoch nicht.
Eduard L., ein Mediziner aus der Oststeiermark, ist am Donnerstag in Graz zu einer bedingten Haftstrafe von vier Monaten und einer Geldstrafe von 560 Euro verurteilt worden.

Er soll seine vier Kinder, heute allesamt erwachsen, jahrelang gequält haben. Es handelte sich um die Wiederholung des Prozesses. Den Freispruch aus dem Jahr 2017 hatte das Oberlandesgericht aufgehoben.

Mit Suizid gedroht

Die Details sind schockierend: Der Mann soll sich einen Schraubenzieher in den Bauch gerammt haben, den eines der jungen Mädchen herausziehen musste. Vor Gericht wurde auch ein besonders verstörendes Video gezeigt, in dem der Vater seine kleinen Kinder zum Alkoholkonsum animiert haben soll. Minutenlang ist zu sehen, wie sie aus Schnapsgläsern Bier trinken und vom Sessel fallen – siehe oben.

CommentCreated with Sketch.11 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Mehrmals soll L. vor seinen Kindern mit Suizid gedroht haben, zudem habe er ihnen verdorbenes Essen serviert und Medikamentencocktails verabreicht, so die Anschuldigungen.

Sohn Josef sowie seine Schwestern Madlen, Stephanie und Miriam hatten lange Jahre geschwiegen, bis sie die Vorwürfe öffentlich machten. Sie geben an, noch immer unter den Erfahrungen ihrer Kindheit zu leiden.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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(lu)

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