Ab dem 1. Oktober gilt in Deutschland die "Ehe für alle". Das erste schwule Paar wollte nicht länger warten und hat sich bereits das Jawort gegeben.
Karl Kreile und Bodo Mende konnten ihren ersten Kuss als Ehepaar kaum abwarten. Rund 100 Freunde und Angehörige im Rathaus Schöneberg in Berlin bejubelten die erste Trauung eines gleichgeschlechtlichen Paares in Deutschland.
"Politisch bewegend"
Im Sommer wurde im deutschen Bundestag die "Ehe für alle" beschlossen. Am Sonntag ist das Gesetz in Kraft getreten. Somit dürfen nun sowohl schwule als auch lesbische Paare mit allen Rechten und Pflichten heiraten.
"Es wird Wirklichkeit, wofür wir 28 Jahre lang gekämpft haben", sagte Beck gegenüber der "Berliner Zeitung", als er sich auf dem Weg zur Feier machte. Die Trauung selbst fand er sowohl persönlich, als auch politisch bewegend.
In Österreich nicht erlaubt
Das Paar befand sich bereits seit 2002 in einer eingetragenen Partnerschaft. Nun wagten sie den Schritt zur Ehe.
In Österreich ist die gleichgeschlechtliche Ehe nicht erlaubt. Laut SP-Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner sei "die Zeit reif". Sie pocht darauf, die "Ehe für alle" zu beschließen: "Die Ehe-Öffnung ist ein überfälliger Schritt. Wir leben in einer Gesellschaft, die sich dazu verpflichtet hat, alle Menschen gleich zu behandeln. Ein paar geänderte Buchstaben in einem Gesetz würden einigen Menschen viel bedeuten." (slo)