Ehefrau des Grazer Amokfahrers: "Es tut mir leid"

Bild: ORF/Thema

Nach der Amokfahrt von Graz hat Elena R. (22), die Ehefrau des Lenkers Alen R., in der ORF-Sendung "Thema" ein Interview gegeben. Er habe sie in vier Jahren Ehe immer wieder geschlagen, getreten und sogar mit einer Waffe bedroht. Elena R. hatte eine Botschaft für die Angehörigen der Opfer und die Verletzten: "Es tut mir leid".

Nach der    hat Elena R. (22), die Ehefrau des Lenkers Alen R., in der ORF-Sendung "Thema" ein Interview gegeben. Er habe sie in vier Jahren Ehe immer wieder geschlagen, getreten und sogar mit einer Waffe bedroht. Elena R. hatte eine Botschaft für die Angehörigen der Opfer und die Verletzten: "Es tut mir leid".

Als Elena R. von der Amokfahrt ihres Mannes erfuhr, war sie fassungslos: "Das war ein Schock für mich". Auf die Frage, ob sie eine Botschaft für die Angehörigen der Opfer und die Verletzten habe, sagte sie: "Es tut mir leid".

Ansonsten sprach die 22-Jährige vor allem über das vierjährige Ehemartyrium. Sie lernte Alen R. im Internet kennen: "Er hat sich verstellt wie ein guter Mensch, ein sehr liebevoller Mensch." Als sie geheiratet hatten, präsentierte er sich aber von einer ganz anderen Seite.

"Er hat mich geschlagen und getreten, jeden Tag", berichtete die zweifache Mutter. Selbst in der Schwangerschaft nahm er keinerlei Rücksicht. Sie habe jeden Tag daran gedacht, wegzulaufen. "Aber es war zu spät", sie habe kein Telefon und kein Geld gehabt, den Pass hatte ihr Alen R. abgenommen.

Schwiegermutter "hat nur geschaut"

Das Zusammenleben mit ihrem Mann und dessen Eltern sei "schrecklich gewesen". Auch seine Mutter "hat alles gewusst. Sie hat aber nur geschaut". Ihre Aufgabe sei es gewesen, zu kochen und auf die Kinder aufzupassen, sie habe nicht außer Haus dürfen.

Immer wieder sei sie bedroht worden, auch mit einer Waffe. "Ein paar Mal war die Polizei zuhause", berichtete Elena R. Die eigene Freiheit erlangte sie aber erst am 28. Mai wieder. Die Nacht zuvor sei die schlimmste ihres Lebens gewesen.

"Er ist explodiert und hat mich geschlagen". Sie sei auch an den Haaren gerissen und getreten worden. Daraufhin sperrte sie sich in einem Zimmer ein und wählte die Nummer ihrer Mutter. "Meine Mutter hat die Polizei gerufen und dann ist die Polizei nach Hause gekommen." Schließlich wurde Alen R. weggewiesen, Elena flüchtete mit ihren Kindern ins Frauenhaus.

Angst vor den Schwiegereltern

Elena R. wünscht sich nun, an einem sicheren Ort und unter anderem Namen neu beginnen zu können. Daher soll das Interview das einzige bleiben. Angst habe sie noch immer, vor allem vor ihren Schwiegereltern: "Sie haben gesagt, sie können meine Familie umbringen".
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