Sie lebt in Scheidung - und in ständiger Angst: Eine Türkin (47) wurde am Osterwochenende in St. Pölten von ihrem Noch-Ehemann aus einem Supermarkt gezerrt und entführt. Dann drohte er ihr mit dem Umbringen. Der Täter (46) wurde schließlich in Wien-Brigittenau verhaftet. Ein Ermittler: Es war nicht sein erster Gewaltausbruch.
Die Türkin reichte vor kurzem die Scheidung ein, zog aus der gemeinsamen Wohnung aus. Seither tobt ihr Noch-Ehemann, rastet regelmäßig aus. Mehrere Anzeigen liegen auf. Die Türkin erwirkte deshalb bereits eine einstweilige Verfügung gegen den Gewalttäter. Ein Polizist: Er darf sich ihr nicht nähern. Doch der Türke ignorierte das Verbot, zerrte seine Noch-Ehefrau jetzt aus einem Supermarkt in sein Auto. Das Opfer versuchte sich noch mit Händen und Füßen zu wehren - vergeblich.
Er werde sie erschlagen, wenn sie die Anzeigen nicht zurückzieht, drohte der Türke seiner völlig verängstigten Noch-Frau auf der Fahrt nach Wien. In der Wohnung eines Bekannten wollte er sich dann mit ihr aussprechen. Drei Stunden nach Beginn der Entführung forschte die von Supermarkt-Kunden alarmierte Polizei den Mann aus, nahm ihn in dem Wohnhaus in Wien fest. Er wurde in die Justizanstalt St. Pölten gebracht. Das Opfer blieb unverletzt, steht aber unter Schock.