Österreich

Ehefrau stranguliert: Sechs Jahre Haft

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:30

Im Oktober strangulierte ein Mann in einer Wiener Wohnung im Streit seine Ehefrau (35) mit dem Gurt einer Umhängetasche, laut Gerichtsmedizin würgte er sie vier Minuten lang. Die Geschworenen entschieden am Donnerstag jedoch auf Totschlag statt Mord.

Die Geschworenen entschieden mit 7:1 auf Totschlag. Der Angeklagte habe in einer heftigen Gemütsbewegung gehandelt. Die Anklage kündigte Berufung an, das Urteil ist nicht rechtskräftig. Mildernd wurde die bisherige Unbescholtenheit und ein "gewisser Beitrag zur Wahrheitsfindung" gewertet. 

Die Slowakin war nach Wien gekommen, um ihr Hab und Gut aus der gemeinsamen Wohnung abzuholen, als es zum Streit kam. Seine Frau wollte sich von ihm scheiden lassen und forderte ihn auf, sie zum Scheidungsanwalt zu begleiten. Als er davon nichts wissen wollte, beschimpfte und demütigte sie ihn, woraufhin er ausgerastete.

"Ich wollte sie nicht töten, nur verletzen, ihr zeigen, dass ich doch ein Mann bin", behauptete der Beschuldigte. "Aus Wut und Verzweiflung" habe der Angeklagte seiner Frau das Leben genommen, befanden die Geschworenen.

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