Ehehölle: Prügel-Gatte verbietet Frau Deutschkurs

Der Angeklagte stand jetzt in Krems vor dem Richter.
Der Angeklagte stand jetzt in Krems vor dem Richter.Bild: Daniel Schreiner

Weg von der Kriegshölle in Syrien, hinein in die Ehehölle im Waldviertel: Eine junge Frau wurde von ihrem Gatten geschlagen, bedroht, durfte nicht außer Haus.

Seelische Folter und körperliche Gewalt stand für eine junge Frau im Bezirk Gmünd monatelang an der Tagesordnung: Sie musste alle Handykontakte löschen, er durfte ein Gspusi mit einer anderen Frau haben – sie hatte den Mund zu halten, durfte Bekannten nur Gutes erzählen. Ab und zu hielt er der bedauernswerten Frau auch ein Messer an.

Eine Fortsetzung des Studiums oder der Besuch eines Deutschkurses kam für die junge Frau nie in Frage – er bestimmte laut Anklage, wann sie die Wohnung verlassen durfte. Untermauert wurden die permanenten Drohungen von Schlägen und Ohrfeigen, die Kinder wurden „nur" eingeschüchtert. „Folgst Du nicht, schneide ich Dir den Kopf ab und schicke ihn nach Syrien", drohte das Familienoberhaupt seiner Gattin. Aus Angst sperrte sich das Opfer zuletzt über mehrere Tage im Schlafzimmer ein.

Teilbedingte Haft

Beim Prozess wegen fortgesetzter Gewaltausübung, Drohung und des Vergehens des Quälens Unmündiger am Landesgericht Krems wurde der aufbrausende Syrer jetzt zu 24 Monaten teilbedingter Haft (acht Monate Haft davon unbedingt) verurteilt (Urteil nicht rechtskräftig). Er ist aber überzeugt: „Meine Familie will mich zurück." (Lie)

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