Ukraine

Ehemalige Abgeordnete planen "Post-Putin-Regierung"

Russische Oppositionelle wollen nach dem Sturz von Präsidenten Putin eine Exilregierung bilden. In Polen findet dazu diese Woche ein Kongress statt.

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Gegner des russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen sich diese Woche, um eine "Post-Putin-Regierung" zu planen.
Gegner des russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen sich diese Woche, um eine "Post-Putin-Regierung" zu planen.
SERGEI BOBYLYOV / AFP / picturedesk.com

Zwischen dem 4. und 7. November finde im polnischen Dorf Jablonna in der Nähe von Warschau ein Kongress statt, berichtet das polnische Newsportal "Do Rzeczy". Teilnehmen werden nach dem Bericht ehemalige Duma-Abgeordnete, die vor der Annexion der Krim im Jahr 2014 im Parlament gesessen haben. "Wir beginnen mit der Schaffung alternativer Behörden, die Putin ablösen können", zitiert die polnische Zeitung "Rzeczpospolita" einen der Organisatoren des Warschauer Kongresses.

Symbolträchtiger Gesprächsort

Weiter sollen Aktivisten der russischen Opposition sowie Sozialaktivisten, die Putins Regime verurteilen, zu den teilnehmenden Parteien gehören. Sie sind ebenfalls gegen den Krieg in der Ukraine und die Annexion ukrainischer Regionen.

Rund 50 Personen sollen sich dafür im Poniatowski-Palast zusammenfinden. Der Palast diene als symbolischer Ort. Dort endeten bereits die Gespräche in Warschau, in deren Folge der Kommunismus in Polen fiel und der Zusammenbruch des Ostblocks erfolgte.

Neue Verfassung soll her

Die polnische "Gazeta Powiatowa" berichtet, dass während des Kongresses die wichtigsten Ziele festgelegt werden sollen und anschließend eine "Erklärung der Verfassungsprinzipien für ein freies Russland" verabschiedet werden soll. Diese soll als Grundlage für eine neue Verfassung dienen. Außerdem sollen ein Plan und Regeln für den "nationalen Widerstand" gegen Putins Regime im In- und Ausland erarbeitet werden.

    Inmitten zunehmender Atomwaffen-Drohungen aus dem Kreml gegen die Ukraine haben die russischen Atomstreitkräfte für einen Nuklearschlag geprobt.
    Inmitten zunehmender Atomwaffen-Drohungen aus dem Kreml gegen die Ukraine haben die russischen Atomstreitkräfte für einen Nuklearschlag geprobt.
    Russian Defence Ministry/Handout via REUTERS