Ehemann durfte nicht mit krebskranker Frau zum Arzt

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Gabriele F. wollte nicht alleine zu einem Termin im Spital, da sie schlimme Nachrichten erwartete. Doch Covid-Regeln verboten ihrem Mann, dabeizusein.

Sie hatte den Krebs schon einmal besiegt. Bei einer Vorsorge-Untersuchung musste die Wiener Mama Gabriele F. (Name geändert) nun Schlimmstes erfahren: Die heimtückische Krankheit war nicht nur zurück, sie hatte sich auch schon stark ausgebreitet. "Das ist so niederschmetternd", erzählt ihr Ehemann Peter F. (Name geändert) in "Heute".

Sie hatte Angst und ich wollte bei ihr sein. Aber Covid-Regeln würden das nicht zulassen"

Die Mittvierzigerin vereinbarte einen Termin bei einem Spezialisten im Wiener AKH, zu dem sie nicht ohne ihren Mann gehen wollte. "Meine Frau wusste, dass es schwer auszuhaltende Nachrichten sein würden". Peter F. durfte jedoch nicht mit seiner Frau zur Befundbesprechung. "Sie hatte Angst und ich wollte bei ihr sein. Aber man erklärte uns, die Covid-Regeln würden das nicht zulassen", ist er fassungslos.

Das AKH bedauert den Vorfall

"Ich musste das Gespräch am Telefon mithören, zwei Türen von ihr entfernt. Es ging um Leben und Tod. Ich verstehe diesen technokratischen Zugang nicht. Ich hätte mir mehr Feinfühligkeit in so einem Moment gewünscht", so Peter F. empört. "Das ist so demütigend für Patienten und Begleiter." Auf "Heute" -Anfrage bedauert das AKH den Vorfall: "Es gibt Ausnahmen von den Corona-Regeln bei der Begleitung von Patienten in kritischen Lebensphasen. Der behandelne Arzt muss das einschätzen. Dass der Mann seine Frau begleitet, wäre in unserem Sinn gewesen."

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