Welt

Ehepaar strandet bei Weltreise auf Parkplatz

Seit vier Jahren reist ein Paar aus England mit dem Auto quer durch die Welt. Nun sitzt es auf einem Parkplatz eines Supermarkts fest.
Heute Redaktion
13.09.2021, 13:56

Aldo Giaquinto und seine 35-jährige Frau Vera Kozlovskaia haben vor vier Jahren ihren Job gekündigt und reisen seither mit dem Auto quer durch die ganze Welt. Damit erfüllte sich das Paar einen Lebenstraum. Die beiden waren bereits in 50 Ländern auf fünf verschiedenen Kontinenten.

Nun wurde ihre Reise aber abrupt gestoppt. Der Grund dafür: das Coronavirus. Seit gut zwei Wochen stehe ihr Toyota auf einem Parkplatz eines Walmarts in der Nähe von Miami, berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP.

Lebensmittelpunkt Auto

Der 38-Jährige sagt: "Wegen all der Einschränkungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus sind wir hier in Florida gestrandet." Er fügt aber auch an, dass ihr Leben sich nicht wirklich verändert habe, dennoch seien sie nervös. Die Visa laufen am Dienstag ab und sie hätten noch keinen Bescheid bekommen bezüglich der beantragten Verlängerung.

Durch die Umstände wurde das Auto zu ihrem Haus. Hier schlafen sie, hier ist ihr Badezimmer und hier kochen sie auf einem Herd, den sie im Gepäck mitgenommen haben. Bisher konnten sie auf der Weltreise auf die öffentlichen Einrichtungen wie Strandtoiletten zurückgreifen. Doch nun sei alles geschlossen, so Kozlovskaia. Immerhin seien sie bei einem Supermarkt und könnten dort das Nötigste besorgen.

Warten ist angesagt

Sie erklärt: "Es ist ein bisschen schwierig, aber wir versuchen, positiv zu bleiben und die Situation optimal zu nutzen." Sie seien sich bewusst, dass es Menschen gebe, deren Situation viel schlimmer sei. Zudem bekommt das Ehepaar Unterstützung von den Einheimischen. Einige bringen ihnen auch Essen vorbei. Dazu meint die Moldauerin: "Wir sind überwältigt von der Anzahl Menschen, die versuchen, uns zu helfen."

Eigentlich sollte die Reise von Florida nach Südafrika führen. Das sollte der Abschluss des Abenteuers werden. Anschließend wollten die beiden nach Italien gehen, wo sie derzeit ein Haus bauen. Sie haben vor, in Giaquintos Heimatland im Umweltbereich zu arbeiten. Wann dies der Fall sein wird, können die Gestrandeten allerdings nicht sagen. Dennoch lässt sich der 38-Jährige nicht aus der Ruhe bringen und meint: "Wir warten, wie alle anderen auch warten."

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