Ehestreit um Millionen: Mann warf Gucci-Schuhe weg

Sie kam mit elegantem Seidenschal, trug Pumps und knipste Selfies. Ihr Gatte erschien im gestärkten Anzug, aber als gebrochener Mann: Vor Gericht stritt am Donnerstag ein ungleiches Paar ums Millionen-Vermögen.

Vierzig Jahre lang hat Ingenieur Karl H. (78) hart gearbeitet, ein Millionen-Vermögen erwirtschaftet und sich ein mondänes Anwesen in Wien geschaffen. Nach dem Tod seiner Frau aber wurde es in der Döblinger Villa einsam.

Und so freute sich der Wiener, . Rasch zog die Kellnerin (Monatsgehalt: 369 Euro) bei ihm ein, die Hochzeit folgte bald.

Zwei Jahre danach serviert sie ihm als Dessert einen finanziellen Scherbenhaufen, der am Donnerstag auch vor dem Bezirksgericht nicht aufzuräumen war. Karl H. warf seiner Gattin vor, 2,5 Millionen Euro aus dem Safe gestohlen zu haben. "Stimmt nicht", konterte Susi H., "er hat mir das Geld geschenkt, damit es mir immer gut geht."

Letzteres jedenfalls hat sie ernst genommen und eine Million bereits in Reisen (Mauritius, Dubai) und neue Designerware investiert. Wohl, um ihren Schwund auszugleichen, denn Karl H. soll im Zorn ihre Gucci-Schuhe entsorgt haben.

Für einen Stiefel hält Niko Rast, der Anwalt des Pensionisten, die Geschenk-Theorie: "Wer gibt sein ganzes Vermögen her, wenn er weiß, dass er demnächst 80.000 Euro an die Finanz zahlen muss?"

Im Betrugsprozess steht der Zahltag noch bevor – es wurde vertagt.

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