Einen 24 Seiten langen Ehrenkodex für Krampusse hat die Gemeinde Matrei in Osttirol an alle Haushalte verschickt. Grund: Im Vorjahr war das Krampusfest eskaliert. Ein junger Mann wurde dabei schwer verletzt.
Wegen des Vorfalls im Vorjahr, als ein junger Mann bei einem Krampusfest schwer verletzt wurde, hat die Gemeinde Matrei das Thema heiß diskutiert. Vorschläge, wie eigene Nummerntafeln und Registrierungen für Krampusse lagen auf dem Tisch.
Nun hat die Gemeinde einen 24 Seiten langen Appell samt Ehrenkodex an die Haushalte verschickt, wie ORF tirol berichtet. Darin heißt es unter anderem, dass das rituelle Ranggeln nicht gegen Kinder, Alte und Frauen gerichtet sein darf. Der Massenlauf, das sogenannte Ausläuten, findet heuer offiziell nicht statt.
Der Vorfall 2013 hatte für Schlagzeilen sogar im Ausland gesorgt: Beim Krampuslauf war ein 15-Jähriger von einem Krampus brutal zu Boden gerissen worden und mit dem Kopf auf dem Asphaltboden aufgeschlagen. Er musste mit Verdacht auf Hirnblutung ins Krankenhaus gebracht werden.