Mit mehr als 15 Messerstichen soll Denis A. (28) seinen Nachbarn (50) in Wiener Neustadt (NÖ) getötet haben. Motiv für die Wahnsinnstat in der Nacht auf Donnerstag: Eifersucht. Seine Flucht übers Fenster im zweiten Stock misslang - er sitzt in U-Haft.
Krankhafte Eifersucht dürfte Denis A. angetrieben haben, als er gegen 22 Uhr das Mehrparteienhaus am Baumkirchnerring in Wiener Neustadt betrat - mit dabei ein 30 Zentimeter langes Küchenmesser. Laut Polizei hatte sich der gebürtige Honduraner zuvor Mut angetrunken (eine spätere Blutentnahme ergab einen Wert von 1,5 Promille). A. klingelte bei seinem Nachbarn Wolfgang W. (50), einem Elektrotechniker. Dieser öffnete ihm die Tür - es kam zum Streit. Dann soll A. 15 Mal das Messer in W.s Körper gerammt haben - dieser verblutete im Vorzimmer seiner Wohnung.
Der Hintergrund für die Tat: A. vermutete, W. sei schuld am Scheitern seiner Ehe. Er war davon überzeugt, W. sei sein Nebenbuhler, habe ein Verhältnis mit seiner Frau. Doch: Laut Polizei dürfte alles ein Irrglaube gewesen sein. Diese Beziehung gab es höchstwahrscheinlich gar nicht, berichtet ein Ermittler. Vielmehr habe sich Denis A. eine Geschichte zusammengereimt - weil er den wahren Grund für die Trennung nicht verkraftet haben dürfte: Laut Polizei war er schon zuvor aggressiv gegenüber seiner Frau und dem zweijährigen Sohn gewesen.
Nach der Tat wollte der mutmaßliche Mörder flüchten - mit einem Sprung aus dem Wohnungsfenster im zweiten Stock. Dabei verletzte er sich schwer. Eine Passantin fand ihn mit blutverschmiertem Gesicht auf dem Gehsteig vor dem Haus liegend, alarmierte die Polizei. So kam die schreckliche Bluttat ans Licht - Festnahme.
A. sitzt derzeit in Wiener Neustadt in Untersuchungshaft.
Lisa Steiner