Eifrige Biber sorgen für Schäden in Würmla

Gleich drei Biberbauten gibt es auf 800 Metern Länge im Bereich des Moosbaches. Mit Wurfsteinen sollen die Einbrüche gefestigt werden.

Eifrige Biber sind derzeit in der Gemeinde Würmla (Tulln) am Werken. Im Bereich des Moosbaches zwischen Würmla und Asperhofen gibt es auf 800 Metern Länge gleich drei Biberbauten.

Durch Untergrabungen komme es immer wieder zu Einbrüchen, die größten Löcher sind bis zu zwei Meter tief. Die Gefahr besteht, dass Landwirte mit tonnenschweren Geräten einbrechen oder aber auch, dass Spaziergänger zu Schaden kommen.

Sogenannte Wurfsteine, die bis zu drei Tonnen wiegen können, sollen die Grabungen der Nagetiere unterbinden und vor Einbrüchen schützen, wie Karl Gfatter, Obmann des Wasserverbandes Große Tulln, gegenüber "Heute" erklärt.

2017 hatte der Wasserverband an der Großen Tulln mit Biberbauten zu kämpfen, jetzt im Bereich des Moosbaches. "Bei Hochwasser wäre die Lage noch angespannter. Die Biberproblematik verschärft sich jedenfalls immer mehr", so Gfatter. Die Kosten der Baggereinsätze für die Wurfsteine würden derzeit bereits mehrere Tausend Euro ausmachen.

Die Tullnerfelder Donauauen sind neben den Donau- und Marchauen Hauptverbreitungsgebiete des Bibers in NÖ. Der derzeitige Bestand im Bundesland wird auf rund 4.000 Tiere geschätzt. Zum Ärger der Landwirte ernährt sich der Biber vegetarisch von Rüben, Sonnenblumen und Mais. Er gilt als streng geschützte Tierart.

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