Ein Anführer des KKK zu 6 Jahren Haft verurteilt

Bekennender Anführer des KKK, Harry Rogers
Bekennender Anführer des KKK, Harry RogersHANDOUT / AFP / picturedesk.com
Er fuhr im Juni bei der Black Lives Matter-Demo mit seinem Pick-Up durch die protestierende Menschenmenge.

Harry Rogers (37) aus Glen Allen, Virginia, wurde am Montag wegen sechs Vergehen zu sechs Jahren Haft verurteilt. Im Juni war er in Virginia mit seinem Fahrzeug durch eine Gruppe von Black Lives Matter-Protestierenden gefahren, berichtet CNN und beruft sich auf Informationen aus Online-Gerichtsakten.

Gegen Rogers wurden für jedes der sechs Vergehen folgende Anklagepunkte erhoben: einfache Körperverletzung, Sachbeschädigung und Unfallflucht. Er wurde am Montag für jedes der sechs Vergehen zu je 12 Monaten Gefängnis verurteilt, schreibt “CNN“ am Mittwoch.

Aus den Gerichtsakten gehe auch hervor, dass Rogers sich für drei weitere Fälle der vorsätzlichen Körperverletzung zu verantworten hat, und zwar für jede der drei Personen, die er bei seinem Angriff verletzt hatte.

“CNN“ gibt an, dass Rogers sich dieser Straftaten bislang noch nicht schuldig bekannt habe. Der Nachrichtensender habe mehrmals versucht, mit Rogers‘ Anwalt in Kontakt zu treten. Eine Stellungnahme blieb bisher aus.

“Ein anerkannter Anführer des Ku-Klux-Klans und ein Propagandist der konföderierten Ideologie“

Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass Rogers “ein anerkannter Anführer des Ku-Klux-Klans und ein Propagandist der konföderierten Ideologie“ sei. Bei einer Durchsuchung seines Pick-Ups und seines Hauses seien verschiedene Waffen, Flaggen und Literatur des Clans gefunden worden.

Am Tag des Angriffs veröffentlichte er zwei Videos über Facebook, eines vor dem Angriff, in dem er Freunde dazu einlud, mitzumachen. Ein weiteres Video wurde vermutlich gefilmt, nachdem er mit seinem Auto in die Demonstranten gefahren war, wobei er sich darüber erfreute, durch die Menschenmenge zu fahren, teile die Staatsanwältin mit.

Härteres Urteil gefordert

"Ein bekennendes Mitglied des KKK, dessen Ideologie glaubt, dass nichtweiße Menschen minderwertig seien, glaubt nicht an die Black Lives Matter-Bewegung. Jede Handlung gegenüber der BLM-Bewegung basiert auf Hass und das sollte ein Grund sein, ein härteres Urteil zu verhängen", so die Staatsanwältin.

Eine Anhörung Rogers' zu weiteren Anklagepunkten ist für den 14. September angesetzt.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account sm Time| Akt:
DemonstrationWeltUSAProzessUrteilHaft

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen