Frühsommerliches Wetter, Menschen tummelten sich am 29. April im Freien: Auch ein 38-jähriger gebürtiger Weinviertler genoss an dem Nachmittag am Wiener Yppenplatz seine Flasche Bier.
Unvermittelt setzte sich eine Männergruppe vor dem Kulturvermittler auf eine Sitzplattform. Bei einem Kontrollgang der Exekutive ergab ein Wort das andere. Nach der Aufnahme der Personalien flatterte dem 38-Jährigen schließlich eine gesalzene 270-Euro-Coronastrafe ins Haus: „Dabei habe ich auf die Zwei-Meter-Abstandsregel geachtet. Und bei 28 Grad wollen die Leute einfach raus ins Freie.“
Laut Strafverfügung habe er gegen die Abstands- und Ausgangsregel verstoßen, da er mit „vier weiteren Personen, die nicht mit Ihnen im gemeinsamen Haushalt leben“ Alkohol konsumierte.
„Ich werde Einspruch einlegen“, so der 38-Jährige, der die Strafe nicht akzeptieren möchte.