Perfide Chef-Masche

Ein Punkt kostete ihn 5.000 Euro

Marcel (41) arbeitet in einer Finanzabteilung. Dann kam eine E-Mail vom Chef - und er überwies fast 5.000 Euro an Betrüger.
Technik Heute
29.06.2026, 13:07
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Ein winziger Punkt in einer E-Mail-Adresse wurde dem Niederländer Marcel zum Verhängnis. Der 41-Jährige arbeitet in einer Finanzabteilung, seine Aufgabe ist es, Rechnungen zu zahlen und Zahlungen zu überprüfen. Genau das wurde ihm zum Verhängnis.

"Man könnte denken, dass ich niemals darauf hereinfallen würde, aber es ist passiert", sagt Marcel. Die E-Mail kam vermeintlich von seinem Vorgesetzten. Eine Rechnung sollte "so schnell wie möglich" bezahlt werden. Name und Signatur passten, die Rechnung belief sich auf 4.950 Euro. Marcel beglich sie.

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Wie chip.de unter Berufung auf das niederländische Portal Metro Nieuws berichtet, fiel der Fehler erst zwei Wochen später auf. Beim genaueren Hinsehen stellte sich heraus: Nur ein einziger Punkt in der E-Mail-Adresse war anders platziert - zwischen Vor- und Nachname. Marcel erhielt eine offizielle Verwarnung von seinem Arbeitgeber.

Mehr als die Hälfte aller E-Mails ist Spam

Die sogenannte "Chef-Masche" oder "CEO Fraud" ist eine besonders perfide Form des Betrugs. Dabei geben sich Kriminelle als Vorgesetzte aus und fordern Mitarbeiter auf, dringend Geld zu überweisen. Die Betrüger nutzen dabei oft leicht veränderte E-Mail-Adressen, die auf den ersten Blick kaum vom Original zu unterscheiden sind.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt: Mehr als die Hälfte des weltweiten E-Mail-Aufkommens besteht aus Spam. Ein Großteil davon sei zwar harmlos, doch darunter mischen sich auch gefährliche Phishing-Nachrichten und Falschmeldungen.

So schützt du dich

Das BSI rät, am Arbeitsplatz alle E-Mails kritisch zu prüfen - auch wenn sie von Kollegen oder Vorgesetzten zu kommen scheinen. Vor dem Handeln sollten Betreff, Absender und Anhänge genau überprüft werden. Besonders bei dringenden Zahlungsaufforderungen empfiehlt es sich, telefonisch beim vermeintlichen Absender nachzufragen.

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