Das neue Auswärtstrikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft sorgt schon vor seinem ersten Einsatz für Kritik.
Besonders Designer Harald Glööckler (61) kann dem dunkelblauen Dress, das laut "Focus" bei der WM 2026 im dritten Gruppenspiel gegen Ecuador getragen werden soll, wenig abgewinnen.
Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur fand der Modeexperte deutliche Worte: "Das spricht mich leider überhaupt gar nicht an." Für Glööckler fehle dem Trikot sowohl der Bezug zu Deutschland als auch zum Fußball. Sein vernichtendes Fazit: "Ein wunderbarer Schlafanzug."
Vor allem die Farbwahl stößt dem Designer sauer auf. "Die Farbe Blau steht normalerweise für Seriosität, wirkt harmonisch und beruhigend, und man bringt sie automatisch mit Meer und Wasser in Verbindung. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wo da die Verbindung zu Fußball und Kampfgeist und dem Willen zu siegen sein soll", kritisierte er.
Auch die weißen Punkte auf dem Trikot können ihn nicht überzeugen. "Die sind völlig unnötig und stören das Bild", so Glööckler.
Während das Auswärtsdress durchfällt, findet der 61-Jährige für andere DFB-Designs deutlich positivere Worte. Das neue weiße Heimtrikot beschreibt er als "Edel, klassisch, schlicht".
Auch das aktuelle Aufwärmtrikot kommt bei ihm gut an: "Es ist eine gute Mischung des Designs zwischen Retro und Moderne."
Als gelungenes Beispiel für ein blaues Fußballtrikot nennt Glööckler das Auswärtsshirt der argentinischen Nationalmannschaft. Die geschwungenen Ornamente würden zeigen, wie kreativ mit Blautönen gearbeitet werden könne.
Auch das klassische blau-weiß gestreifte Heimtrikot Argentiniens sei "ein Volltreffer". Es erinnere sofort an Diego Maradona (†60) und an die erfolgreichste Zeit des argentinischen Fußballs.