Einen Schwerverletzten haben am Donnerstagabend Löscharbeiten nach einem Waldbrand bei Zirl im Tiroler Bezirk Innsbruck-Land gefordert. Am Freitag waren 35 Mann mit der Bekämpfung von Glutnestern in dem etwa vier Hektar großen Areal östlich der Martinswand beschäftigt. Sie wurden von einem Hubschrauber unterstützt, teilte die Feuerwehr mit. Die Ursache für den Brand, der am Abend ausgebrochen war, war zunächst unbekannt.
Der in der Nacht zum Freitag eingesetzte Niederschlag begünstige zwar die Löscharbeiten, reiche aber nicht aus, sagte Einsatzleiter Christian Nocker. Am Abend konnte unter anderem durch den Einsatz eines 50.000 Liter-Wassertanks auf einem Löschzug der ÖBB ein Übergreifen auf die Trasse der Mittenwaldbahn verhindert werden. Der Waldboden musste zum Teil umgegraben werden, um die im Boden eingefressenen Glutnester beseitigen zu können.
Dem 22-jährigen Feuerwehrmann gehe es "den Umständen entsprechend gut", berichtete Nocker. Er musste am Abend in der Innsbrucker Klinik operiert werden.
In dem Gebiet herrschte wie in weiten Teilen Tirols nach der anhaltenden Trockenheit akute Waldbrandgefahr. Für die kommenden Tage war instabiles Wetter und damit Niederschlag angesagt.