Österreich

Ein Stich ins Herz war tödlich!

Heute Redaktion
14.09.2021, 17:08

Linzer Mordermittler rekonstruieren den Tagesablauf des Opfers und befragen alle Nachbarn und Verwandte. Täter lässt 30 Zentimeter langes Messer in der Küche liegen, Kripo hofft jetzt auf verräterische DNA-Spuren.

Hat der unheimliche Messermörder von Timelkam seinen genetischen Fingerbadruck am Tatort hinterlassen? Linzer Mordermittler hoffen jetzt jedenfalls darauf. Denn auch einen Tag, nachdem der Sohn seine tote Mutter Hedwig Moser (77) in ihrem Haus gefunden hat, tappen die Ermittler im Dunkeln. Wie berichtet, soll die bis zu ihrer Pensionierung an der örtlichen Hauptschule beschäftigte Frau bereits am Dienstag gestorben sein.

Wir überprüfen, wann sie das letzte Mal gesehen wurde. Derzeit gehen wir davon aus, dass sie am Dienstag um 14 Uhr mit Nachbarn in Kontakt war, sagt Sicherheitsdirektor Alois Lißl. Danach müsse sie ihren Mörder getroffen haben, der ein Messer aus ihrer Küche mindestens 15 Mal auf sie niedersausen lies. Mysteriös ist: Den Täter könnte die als ängstlich beschriebene Frau gekannt haben.

Tatsache: Als die Ermittler  den Tatort über die Garage betraten, war die Türe von innen versperrt. Zudem steckte der Schlüssel. Die Kripo schließt daraus, dass sie den Täter ins Haus gelassen hatte.

Da keine Wertgegenstände fehlen, scheidet ein Raubmord aus. Viel eher wird jetzt das private Umfeld des Opfers durchleuchtet. Seit Donnerstag werden Verwandten sowie Nachbarn von Moser befragt. Interessant dürfte für die Ermittler aber eine ganz bestimmte Person sein: Nach der Tat soll ein Nachbar nach Kroatien verschwunden sein - geflüchtet?

Robert Loy

Jetzt E-Paper lesen