Im Wienerwald heulten am Sonntag in der Nacht gegen 2:30 Uhr die Feuerwehrsirenen. In Wolfsgraben war ein landwirtschaftliches Anwesen auf einer Anhöhe in Flammen geraten, die Lagerhalle brannte lichterloh und das Feuer drohte auf das Wohngebäude überzugreifen.
Es wurde die höchste Alarmstufe (B4) für die Feuerwehren ausgegeben, alle verfügbaren Florianis in der Umgebung wurden in den Einsatz gerufen. Insgesamt waren 130 Einsatzkräfte von sieben Feuerwehren vor Ort. Zusätzlich standen auch Rotes Kreuz und Samariterbund mit mehreren Rettungsteams und Notarzt im Einsatz.
Eine 30-Jähriger war beim Brandausbruch schwer verletzt worden. Er wurde von den Rettungskräften ins Spital nach St. Pölten gebracht, wo er noch in der Früh operiert wurde. Er erlitt Verbrennungen verschiedenen Grades und soll in eine Spezialklinik verlegt werden.
Der Brand selbst wurde dann zu einer umfangreichen Aufgabe für die Feuerwehren. "Das angrenzende Wohnhaus konnte durch den raschen Löscheinsatz gerettet werden", so Einsatzleiter Christian Lautner, Kommandant der FF Wolfsgraben, zu "Heute".
Die komplizierten Löscharbeiten dauerten bis in die Morgenstunden an. Mehrere Mieter vom angrenzenden Wohnhaus konnten in Sicherheit gebracht werden. Derzeit stehen das Landeskriminalamt und Bundeskriminalamt im Einsatz, um Brandursache zu ermitteln. Spekuliert wird, dass es bei einem Heizvorgang zu dem Brandausbruch gekommen war.