Wien

Neues Buch enthüllt Geheimnisse des Wiener Gemeindebaus

Etwa ein Viertel der Einwohner Wiens lebt im Gemeindebau. Das neue "Lexikon der Wiener Gemeindebauten" widmet sich der Geschichte dieser Häuser. 
Heute Redaktion
03.04.2023, 15:58
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Die beiden Autoren Dr. Peter Autengruber und Dr. Ursula Schwarz waren auf Spurensuche. Das Ergebnis ist ein vollgepacktes Lexikon über das Zuhause von 500.000 Wienern: der Gemeindebau. 

1925 wurde der erste Gemeindebau bezogen

Mit viel Bildmaterial lernen die Leser viele Fakten zu allen benannten Gemeindebauten. Egal ob Erbauungsjahr, ausführende Architekten, Künstler, Benennungen, Besonderheiten. Auch der Geschichte der Gemeindebauten wird ein Abschnitt gewidmet. So wird auch erstmals der Umgang mit jüdischen Mietern im Nationalsozialimus thematisiert.

Die Geschichte des sozialen Wohnbaus beginnt in Wien schon 1919 und schon 1925 wurde der erste "typische" Gemeindebau in Wien, der Metzleinstalerhof in Wien-Margareten bezogen. Das "Rote Wien" setzte durch die Gemeindebauten damals ein wichtiges Zeichen der Solidarität mit sozial schwächeren.

Gemeindebau als "Stadt in der Stadt"

Inzwischen verwaltet Wiener Wohnen über 220.000 Wohnungen und ist damit die größte soziale Hausverwaltung Europas. Das Lexikon präsentiert auch Gemeindebauten, die besonders herausstechen. Beispielsweise der Sandleitenhof in Wien-Ottakring. Heir wurde 1924 eine "Stadt in der Stadt" mit 5.000 Einwohnern geschaffen.

Der Heimhof in Wien-Fünfhaus war während der Zwischenkriegszeig als sogenanntes "Einküchenhaus" konzipiert. Berufstätige Frauen mussten also nicht selbst kochen, sondern wurden über eine Zentralküche versorgt. Seit 2019 gibt es mit dem Barbara-Prammer-Hof in Wien-Favoriten den ersten "Gemeindebau neu"

Diese und mehr spannende Fakten bietet das Lexikon der Wiener Gemeindebauten. Das 304 Seiten starke Buch ist online und im Buchhandel ab 24,90 Euro erhältlich. 

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