Eine Coronavirus-Mutation gewinnt weltweit die Oberhand

Die Coronavirus-Mutation P681H ist mittlerweile global am verbreitetsten.
Die Coronavirus-Mutation P681H ist mittlerweile global am verbreitetsten.Science Photo Library / picturedesk.com
Gefährliche Mutationen gibt es mittlerweile aus Großbritannien, Südafrika, Nigeria und Dänemark - und eine scheint weltweit am verbreitetsten zu sein.

Wie bei anderen Viren kommt es auch beim Coronavirus zu zahlreichen Mutationen. Nur wenige davon behaupten sich letztendlich, andere werden wieder verworfen. Nach letzter Erkenntnis sind allerdings besonders vier gerade recht dominant. Es handelt sich um die Mutationen aus dem Vereinigten Königreich (VOC 202012/01/B.1.1.7), Südafrika (501Y.V2), Nigeria (B.1.207) und Dänemark (Mink Cluster V). Und derzeit scheint sich weltweit eine Entwicklung abzuzeichnen, die die Verbreitung von einer Variante begünstigt. 

Eine hawaiianische Studie zeigt auf, welche Variante das ist. Die Ergebnisse eines phylogenetischen Baums, der die evolutionären Beziehungen zwischen verschiedenen Mutationen darstellt, lege nahe, dass das Virus aus vielen Quellen nach Hawaii gebracht wurde.

Vorkommen von Coronavirus-Varianten mit P681H-Veränderung steigt global stark an

Die  P681H-Veränderung in Mutationen, die unter anderem in Nigeria entdeckt wurde, hat News-Medical.Net zufolgevöllig neu auftretende Merkmale, mit einem exponentiellen Anstieg der globalen Häufigkeit im Vergleich zu der universellen D614G-Mutation. Sie beeinflusst die Bindefähigkeit an einer Schnittstelle, was es dem Virus erleichtert, die menschliche Zelle aufzuknacken und zu betreten, um sich dort zu vermehren. Die Forscher vermuten daher, dass sie das Potenzial besitzt Teil der weltweit dominierenden Variante zu werden.

Die Wirksamkeit von Impfstoffen soll von den bisherigen Mutationen nicht betroffen sein, da die zugelassenen Impfstoffe Antikörper produzieren, die auf mehrere Teile des Spike-Proteins des Virus abzielen, wie unter anderem die britische Behörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) bereits erklärte. "Das Virus müsste wahrscheinlich mehrere Mutationen im Spike-Protein akkumulieren, um der durch Impfstoffe oder durch natürliche Infektion induzierten Immunität zu entgehen."

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