Die sommerlichen Temperaturen bescheren dem Landesklinikum in Horn ganz besondere Gäste: Auf der Suche nach einem kühlen Plätzchen ziehen sich Laufkäfer in das Spitalsgebäude zurück. Die Patienten sind verunsichert, doch Chefarzt Paul Bratusch-Marrain beruhigt: Keine Gefahr!
Die Hitze macht nicht nur dem Menschen zu schaffen. Auch Insekten flüchten vor allzu viel Sonne und suchen lieber schattige Plätze zum Verweilen auf. Die hohen Temperaturen der vergangenen Wochen von bis zu 33 Grad Celsius haben die Tiere auf Wanderschaft getrieben - mit unangenehmen Folgen für die menschliche Umgebung. Auch das Landesklinikum Waldviertel in Horn musste dies jetzt feststellen: Denn der heimische Laufkäfer hat das Erdgeschoß und den Keller des Gebäudes in Beschlag genommen. Betroffen sind davon die Ambulanz und der Verwaltungsbereich. Der stationäre Betrieb ist aber bisher käferfrei geblieben. Die Patienten sind dennoch verunsichert. Der ärztliche Direktor, Paul Bratusch-Marrain, stellt klar: Ein hygienisches Problem gibt es durch die Käfer nicht. Diese Tiere sind sauber, daher besteht auch keine Gefahr für den Krankenhausbetrieb. Bei den Patienten gibt es ganz andere Problemquellen vom hygienischen Standpunkt her, erklärt der Primar. Ein Kammerjäger wurde daher auch nicht bestellt. Das aktuell schlechtere Wetter ist die beste Waffe dagegen, meint Bra-tusch-Marrain. Denn sobald die Temperaturen sinken, suchen die Tiere wieder das Weite.Harald Brenner