Österreich

Eine Million kostete nie gebautes Gefängnis

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:51

Vor sechs Jahren sollte ein neues Justizzentrum in Wien-Erdberg entstehen und bereits damals viele Probleme im Jugendstrafvollzug lösen, die aktuell nach Todes- und Vergewaltigungsfällen wieder aufgepoppt sind. Das 77 Millionen teure Projekt wurde jedoch nie umgesetzt. Trotzdem überwies das Justizministerium eine Million Euro an die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG).

Vor sechs Jahren sollte ein neues Justizzentrum in Wien-Erdberg entstehen und bereits damals viele Probleme im Jugendstrafvollzug lösen, die aktuell wieder aufgepoppt sind. Das 77 Millionen teure Projekt wurde jedoch nie umgesetzt. Trotzdem überwies das Justizministerium eine Million Euro an die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG).

Eine künftig ändern und verbessern könnte. Im Raum steht etwa eine neue Jugendstrafanstalt in Wien-Umgebung.

Diese Idee gab es aber bereits vor sechs Jahren. Geplant war damals ein neues Justizzentrum speziell für jugendliche Straftäter in Wien-Erdberg. Gebaut wurde nur nie, trotzdem zahlte der Steuerzahler krätig.

Pläne blieben in der Schublade

Das Justizzentrum in Erdberg soll auf dem Papier schon fix und fertig geplant gewesen sein. Vorgesehen waren 450 moderne Plätze für jugendliche Straftäter und ein eigener Jugendgerichtshof. Bereits vor vier Jahren hätten die Arbeiten für die Strafanstalt in der Baumgasse nahe der Südosttangente A23 beginnen sollen, doch aus dem 77 Millionen Euro schweren Projekt wurde schließlich nichts.

Dennoch überwies das Justizministerium 2011 eine Million Euro aus öffentlichen Geldern an die BIG, die mit der Planung des Projektes beauftragt gewesen war. Das berichtete "Wien heute" am Dienstagabend. Als Gründe für die dennoch erfolgte Zahlung werden vor allem die umfangreichen Planungen und der internationale Architekturwettbewerb genannt.

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