"Eine Schande!" Ex-Coach Wenger rechnet mit Özil ab

Mesut Özil, Arsene Wenger
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Arsene Wenger holte Mesut Özil 2013 von Real Madrid zu Arsenal. Jetzt ist er von seinem Ex-Schützling enttäuscht und analysiert den Niedergang.

Denn anders kann man Özils Situation bei den "Gunners" nicht bezeichnen. Seit Ende Juni stand er für die Londoner nicht mehr auf dem Platz. Coach Mikel Arteta nominierte den einstigen Mittelfeld-Regisseur zuletzt nicht einmal für das Europa-League-Aufgebot. Özil ist Spitzenverdiener bei Arsenal, verdient dort 350.000 Pfund pro Woche. Der Klub will ihn abgeben, doch Özil will seinen Vertrag bis Saisonende aussitzen.

Sein Ex-Coach Wenger sieht in Özils Zuschauerrolle in der "Welt am Sonntag" eine "Verschwendung, für ihn und für alle, die Fußball lieben. Er ist einer der ganz Großen. Leute gehen ins Stadion, um Spieler wie ihn zu sehen." Wenger grübelt: "Er ist vom Radar verschwunden, als ich den Klub verlassen habe. Er ist ein Künstler. Aber für Künstler ist kein Platz mehr im modernen Fußball. Die wahren Gründe, wieso er nicht da steht, wo er stehen müsste, sind mir ein Rätsel."

Für den Arsenal-Meistermacher ist Özils Entwicklung eine "Schande". Er glaubt, dass Özils Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft ein Grund sein könnte, ebenso seine umstrittenen Fotos mit Türkei-Machthaber Recep Tayyip Erdogan: "Ich habe es noch nie gemocht, wenn Spieler bei der Nationalelf hingeschmissen haben. Irgendetwas geht und stirbt dann in ihnen. Nachdem die Tür zu war, habe ich nur Spieler gesehen, bei denen es abwärts ging. Bei keinem ging es danach aufwärts. Ich mag seine Entscheidung nicht. Ich denke, sie war ein Fehler."

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