Eine Telefonzelle, die "Lesen rettet"

Bild: PID

Auf allen Wiener Müllplätzen können Leseratten ab sofort nicht mehr benötigte Bücher gegen "neue" tauschen. Dafür verwandelten Mitarbeiter der MA 48 alte Telefonzellen in "Telefonbuchzellen". Bis Ende September steht auch bei der Stadtinfo im Rathaus eine Zelle.

Auf allen Wiener Müllplätzen können Leseratten ab sofort nicht mehr benötigte Bücher gegen "neue" tauschen. Dafür verwandelten Mitarbeiter der MA 48 alte Telefonzellen in "Telefonbuchzellen". Bis Ende September steht auch bei der Stadtinfo im Rathaus eine Zelle.
Alle Mistplatzbesucher können nun Bücher bringen und im Tausch (1:1) andere Bücher für zu Hause mitnehmen. Die Bücher können daher so lang wie möglich verwendet und im Idealfall von zig unterschiedlichen Lesern durchgeschmökert werden.

Die Idee zur formlosen, kostenlosen Weitergabe von Literatur wurde bereits in den 90er-Jahren entwickelt. In Europa gibt es auf öffentlichem Grund derartige “offene Bücherschränke” in einigen Städten in Deutschland, der Schweiz oder Luxemburg. Auf Initiative privater Akteure oder Vereine gibt es beispielsweise auch in Wien im 1., 5., 7., 9., 11. und 16. Bezirk Gratisbuchtauschschränke.

Die Telefonbuchschränke der MA 48 verstehen sich nicht als Konkurrenz, sondern als sinnvolle Ergänzung dieser Abfallvermeidungs- und Leseinitiativen. Pro Jahr besuchen rund 2,4 Millionen Wiener die Mistplätze. Im Zuge dessen kann man sich nun auch ganz einfach neuen Lesestoff im Tausch für bereits ausgelesene Bücher für zu Hause organisieren.

Bis Ende September steht diese Telefonbuchzelle auch in der Stadtinfo im Wiener Rathaus.

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