Einfach nur irre? Tunnel unter Wörthersee geplant

Bild: Strandbad Klagenfurt/Facebook

Als Alternative zu einer schon angedachten Seilbahn über den Wörthersee könnte ein Unterwassertunnel zwischen dem Nord- und dem Südufer gebaut werden. Beide Ideen entstammen dem Wunsch, den Tourismus in Kärnten anzukurbeln.

Der Plan, eine Seilbahn von Pörtschach über den Wörthersee auf den Pyramidenkogel zu führen, sorgt seit der Vorstellung durch mehrere Kärntner Unternehmer im November 2016 für Diskussionen. Kritiker befürchten eine Zerstörung von Umwelt und Landschaftsbild. Der Sprecher der Projektentwickler, Karl Grossmann, ließ am Montag eine noch größere "Bombe" platzen: eine Tunnelführung im Wörthersee.

"Das ist eine abgesenkte Tunnelverbindung zwischen Pörtschach und dem Südufer. Die könnte für Radfahrer und für Fußgänger gebaut werden. Aber auch eine Elektrobahn könnte in der Röhre installiert werden", sagte er dem "ORF". Eine Grazer Architektengruppe habe schon erste Pläne. Die Architekten würden eine Kooperation mit einem Hamburger Unterflur-Bauunternehmen andenken. Details und erste Bilder sind noch geheim.

"Röhre würde im See schweben"

Bei dem Tunnel würde es sich um eine große Betonröhre mit einem Durchmesser von acht Metern handeln. Diese Röhre würde mit technischen Finessen abgesenkt. "Die Röhre würde im See schweben und stellt damit keinerlei Umweltbelastung dar. Für Besucher könnte das eine recht interessante Attraktion darstellen. Die Skizzen zeigen, dass die Röhre auch Glaselemente beinhaltet."

Der Rundweg um den See mit über 40 Kilometern würde durch das Projekt geteilt werden. Vom Südufer müsste dann eine Aufstiegshilfe, also eine klassische Seilbahn entlang des Bergrückens zum Pyramidenkogelturm, gebaut werden. Die Pörtschacher Bürgermeisterin Silvia Häusl-Benz (ÖVP) sagte dazu, sie sei offen für Projekte, wolle aber keine Nacht und Nebel Aktion.

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