Wirtschaft

Einigung über neuen AUA-Kollektivvertrag erzielt

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:42

Die AUA hat sich mit dem Betriebsrat offenbar auf einen neuen Kollektivvertrag geeinigt. Das geht aus einem internen Papier hervor. Am Dienstagnachmittag sollen die Details bei der Sondersitzung des Aufsichtsrats präsentiert werden. Die Fluglinie war nach einem EuGH-Urteil massiv unter Druck geraten.

Die AUA hat sich mit dem Betriebsrat offenbar auf einen neuen Kollektivvertrag geeinigt. Das geht aus einem internen Papier hervor. Am Dienstagnachmittag sollen die Details bei der Sondersitzung des Aufsichtsrats präsentiert werden. Die Fluglinie war nach einem massiv unter Druck geraten.

Wie "Ö1" berichtete, ist am Dienstag ein Mail an die AUA-Mitarbeiter auschickt worden. Darin wurde die Einigung von Betriebsrat, Bordpersonal und Geschäftsführung verkündet. Die Details des neuen Kollektivvertrags sollen am Abend in der Sitzung des Aufsichtsrats in Frankfurt präsentiert werden. Ob die Lufthansa den Vertragsentwurf akzeptiert, ist unklar.

Mittwochfrüh ist noch einmal ein Treffen mit den Sozialpartnern vereinbart. Bis dahin wollen sich weder Firmensprecher noch Betriebsrat zur Lage äußern.

Diese Nachricht erhielten die Mitarbeiter:

"Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Sozialpartner haben gestern Abend ein von Betriebsrat, Bord und Geschäftsführung ausverhandeltes Grundsatzpapier unterschrieben. Die Inhalte werden am Dienstag dem Aufsichtsrat präsentiert. Betriebsrat und Geschäftsführung werden Sie so bald wie möglich über weitere Details informieren."

Höhere Konditionen als bei flyniki

In den Verhandlungen ging es einerseits um einen neuen Kollektivvertrag mit neuen Arbeitszeiten, Pensionsregeln, Gehalts-und Karrieremodellen. Einen Zusammenhang mit dem vor kurzem bekanntgegebenen Kollektivvertrag der AirBerlin-Tochter Niki (flyniki) gibt es angeblich nicht, aus Expertensicht ist aber klar, dass die AUA-Konditionen höher ausfallen dürften als jene von flyniki.

Verhandlungen bis zuletzt

Die Verhandler nutzen am Wochenende und auch am Montag und Dienstag beinahe jede Stunde für Gespräche. Der wirtschaftliche Druck auf das Unternehmen ist massiv gestiegen, im Poker um das Dienstrecht handelseins zu werden und alle damit zusammenhängenden Rechtsstreitigkeiten mit den Piloten aus der Welt zu schaffen.

Massiv unter Druck geraten ist die AUA zuletzt durch ein EuGH-Urteil: Die AUA hat vor mehr als zwei Jahren ihr fliegendes Personal zu schlechteren Bedingungen in die Tochter Tyrolean überführt, um sich zu sanieren. Der AUA-KV wurde dafür gekündigt. Der EuGH kam nun im September zum Schluss, dass der alte AUA-KV nachwirkt, was entsprechende Nach- bw. Abschlagszahlungen nach sich zieht.

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