Einigung zu iranischem Atomprogramm gescheitert

Die Verhandlungen in Genf haben in der Nacht keinen Durchbruch gebracht. Sie sind daher vertagt worden. In zehn Tagen geht es weiter. Vor allem Frankreich bleibt stur. Detto ist Israel gegen eine Annäherung.

Die Verhandlungen in Genf haben in der Nacht keinen Durchbruch gebracht. Sie sind daher vertagt worden. In zehn Tagen geht es weiter. Vor allem Frankreich bleibt stur. Detto ist .

Debattiert wird über eine Übergangslösung. Teheran soll sein Atomprogramm zunächst aussetzen. Im Gegenzug sollen einige Wirtschaftssanktionen aufgeweicht und im Ausland eingefrorenes Geld aus Öleinnahmen freigegeben werden.

Iran entgegenkommend

Danach soll über ein umfassenderes Abkommen gesprochen werden. Dieses soll sicherstellen, dass der Iran keine Nuklearwaffen entwickelt. Teheran will diese Sorge ausräumen, fordert aber das Recht auf ein ziviles Atomprogramm, einschließlich der Urananreicherung auf bis zu fünf Prozent. Man ist durchaus bereit, die Anreicherung auf 20 Prozent zu stoppen, die bestehenden Bestände zu reduzieren und den Bau des Schwerwasserreaktors in Arak auszusetzen.

Zusätzlich will der Iran in Kürze einen Vertrag mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) abschließen.

Frankreich bleibt hart

Frankreich vertritt eine besonders harte Haltung. Der französische Außenminister Laurent Fabius findet, dass trotz Fortschritten "noch einige Fragen geklärt" werden müssten.

Israel sperrt sich

Israel bewegt sich auch nicht und argumentiert damit, dass mit einer lockereren Haltung gegenüber Teheran die Sicherheit Israels und der USA auf dem Spiele stehe. "Wenn in zehn Jahren eine versteckte Atombombe in New York explodiert ..., wird man sagen können, dass all das wegen der Konzessionen passiert ist", erklärt der israelische Wirtschaftsminister Naftali Bennett.

In Genf in der Schweiz hatten seit Donnerstag die 5+1 (fünf UN-Vetomächte plus Deutschland) und der Iran verhandelt. Die "Fünf" sind die USA, Frankreich, Großbritannien, Russland und China.

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