Einkommens-Analyse: 10 Euro weniger pro Monat

AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser (Mi.), AK-Insolvenzexpertin Jutta Angeler-Maca, AK-Wirtschaftsexperte Matthias Koderhold (r.)
AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser (Mi.), AK-Insolvenzexpertin Jutta Angeler-Maca, AK-Wirtschaftsexperte Matthias Koderhold (r.)Bild: heute.at/Wessely
Die AK Niederösterreich schlägt Alarm: Das reale Nettomedianeinkommen verringert sich von 2016 auf 2017 im Schnitt um 10 € pro Monat.

Die Daten des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger (kommen erst immer spät, daher immer nur Analysen zum Vorjahr möglich, Anm.) zum Einkommen der in NÖ unselbstständig Beschäftigten wiesen 2017 ein Bruttomedianeinkommen (Medianeinkommen bedeutet 50 % liegen darunter, 50 % liegen darüber, Anm.) von 2.116 Euro aus (damit liegt NÖ nur an sechster Stelle im Bundesländer-Ranking, davor liegen Wien, 2.249 €, und OÖ, 2.289 €, Vorarlberg liegt an der Spitze, 2.320 €).

Mit den 2.116 € im Jahr 2017 ergab sich im Vergleich zu 2016 ein Plus von 39 Euro bzw. 1,9 Prozent. Abzüglich der Inflation (2,1 Prozent) kehrte sich der Zuwachs in einen realen Bruttoeinkommensverlust von 4 Euro (- 0,2 Prozent) um. Werden Sozialversicherung, Lohnsteuer und Inflation berücksichtigt, verringert sich das reale Nettomedianeinkommen um durchschnittlich 10 Euro im Monat (- 0,6 Prozent).

Im Zehnjahresvergleich steig die Kaufkraft der nö. Arbeitnehmer – hauptsächlich dank der Steuerreform 2016 – um durchschnittlich 43 Euro pro Monat.

Bei den Bezirken in NÖ lag das Medianeinkommen 2017 im Bezirk Amstetten (2.354 €) am höchsten, gefolgt von Waidhofen/Ybbs, Scheibbs, St. Pölten-Stadt und Gmünd.

Am Schluss liegen vor allem die Bezirke im Weinviertel: Die geringsten Medianeinkommen gab es 2017 in den Bezirken Krems-Land (1.613 €), Hollabrunn (1.656 €), Gänserndorf (1.818 €), Horn (1.901 €) und Mistelbach (1.922 €).

AK-Niederösterreich-Präsident Markus Wieser forderte heute in Sankt Pölten deutliche Bruttoreallohnsteigerungen. Und: "Ich fordere von der Bundesregierung Maßnahmen gegen die kalte Progression. Und zwar sofort und nicht erst, wie von der Regierung geplant, im Jahr 2022."

(wes)

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