Einserschülerin (12) soll abgeschoben werden

Bild: ORF - Screenshot

Sie ist die Klassenbeste in Deutsch, spricht akzentzfrei und gilt als hochbegabt. Trotzdem soll die zwölfjährige Leonesa M. aus Österreich abgeschoben werden - wegen "mangelnder Integration". Nun gehen 500 Schüler und Lehrer einer Wiener Hauptschule deswegen auf die Barrikaden.

Sie ist die Klassenbeste in Deutsch, spricht akzentzfrei und gilt als hochbegabt. Trotzdem soll die zwölfjährige Leonesa M. aus Österreich abgeschoben werden - wegen "mangelnder Integration". Nun gehen 500 Schüler und Lehrer einer Wiener Hauptschule deswegen auf die Barrikaden.

Seit fünf Jahren lebt das Mädchen in Wien, beide Eltern haben Jobangebote, doch der Asylgerichtshof scheint kein Erbarmen zu kennen. "Ich habe hier Freunde gefunden, viel in der Schule gelernt und viele Erinnerungen gesammelt", erklärt die Zwölfjährige gegenüber dem ORF. Der Asylgerichtshof erkenne an der Jugendlichen aus dem Kosovo jedoch "kein substanzielles Integrationsbestreben" und wolle die Schülerin abschieben.

Genau das lässt die Wogen in der Wiener Hauptschule hochgehen. Mitschüler und Lehrer sammeln Unterschriften für eine Petition und machen sich für den Verbleib von Leonesa in Österreich stark. "Die Schule kämpft darum, dass dieses Verfahren für das Kind positiv abgeschlossen wird", so Direktor Günther Schmid. Der Anwalt der Familie M. hat nun einen vorläufigen Abschiebeschutz beantragt.

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