Eintracht will Glasner – Poker um die mögliche Ablöse

Adi Hütter und Oliver Glasner.
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Oliver Glasner wurde von Frankfurt als Trainer-Wunschkandidat auserkoren. Nun könnte sich der Klub sogar die Ablösesumme für den Österreicher sparen.

Das Trainer-Karussell in Deutschland dreht sich in diesem Sommer besonders schnell. Bei sämtlichen Top-Klubs kommt es zu Wechseln an der Seitenlinie. Oft, weil der Coach sich der direkten Konkurrenz anschließt. Eintracht Frankfurt bildet da keine Ausnahme. Der Tabellenvierte der Bundesliga verliert Adi Hütter an Borussia Mönchengladbach.

Die Suche nach einem Nachfolger läuft auf Hochtouren. Ein Name fällt dabei immer wieder: Wolfsburgs Oliver Glasner. Die Eintracht will seinen abwandernden Österreicher mit einem Landsmann ersetzen. Glasner gilt als Top-Kandidat des neuen Sport-Vortstands Markus Krösche. 

Die "Sport Bild" nennt Details. Glasner habe in seinen Vertrag bei Wolfsburg eine Ausstiegsklausel über 4,5 Millionen Euro verankert, die bis 15. Mai gezogen werden muss. Für Frankfurt wäre das wohl verkraftbar, schließlich zahlen die Fohlen für Hütter satte 7,5 Millionen.

Frankfurts Finanz-Vorstand Oliver Frankenbach habe das Interesse bereits hinterlegt.

Aber: Glasner könnte unter Umständen sogar zum Nulltarif wechseln. Grund ist sein Streit mit Wolfsburg-Sportchef Jörg Schmadtke. Zwischen Schmadtke und Glasner ist es zum Zerwürfnis gekommen. Glasners Tage beim VfL scheinen ohnehin gezählt. Er will den Verein verlassen, ist seit Wochen zu vernehmen. 

Die "Bild" spekuliert, dass es sogar zur Vertragsauflösung kommen könnte. Dann könnte Frankfurt den Salzburger ohne fällige Ablöse unter Vertrag nehmen. Aber das Blatt gibt gleichzeitig an, dass für Schmadtke ein vorzeitiges Ende des Vertrages trotz Streits mit Glasner noch nicht zur Debatte gestanden hatte. Der Klub wird wohl nicht leichtfertig auf die Ablöse verzichten.

Das Karussell: Hansi Flick hört bei den Bayern auf, wird wohl deutscher Bundestrainer. Julian Nagelsmann geht von Leipzig zu den Bayern. Salzburgs Jesse Marsch folgt ihm in Leipzig nach. Marco Rose wechselt von Gladbach zu Dortmund. Hütter von Eintracht zu Gladbach.

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