Österreich

Einweisung nach Mordversuch im Spital

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:57

Begleitet von zwei Justizwachebeamten, aber ohne Handschellen, wurde der Angeklagte Florian R. (44) Dienstagfrüh in den Gerichtssaal in Linz begleitet.

Der Beschuldigte wirkte gelassen, setzte sich auf seinen Platz. Nur wenige Augenblicke danach sprang er auf und ging zur Richterin. In seiner Hand hielt der 44-Jährige ein kleines rotes Buch, vermutlich eine Bibel. Er sagte: "Ich habe Ihnen etwas mitgebracht zum Vereidigen."

Laut Anklage soll der an Schizophrenie leidende Mann am 3. Dezember 2014 versucht haben, seinen Zimmerkollegen im Linzer Wagner-Jauregg-Spital umzubringen. Er soll seinem Opfer (75) Kugeln aus Papierhandtüchern in den Mund gestopft und es mit beiden Händen gewürgt haben. Krankenpfleger, die den Angeklagten zuvor beobachtet hatten, konnten rechtzeitig eingreifen und so wohl einen Mord verhindern.

Urteil: Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher.

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