Ukraine

"Einzige Option" – Zeitung druckt Aufruf zu Putin-Mord

Wegen eines Artikels in einer italienischen Zeitung will der dortige Russen-Botschafter nun vor Gericht ziehen. Das Medium rief zur Tötung Putins auf.
Nikolaus Pichler
25.03.2022, 18:37

Der russische Botschafter in Italien, Sergej Rasow, hat vor einem Römer Gericht Klage gegen die Tageszeitung "La Stampa" eingereicht, nachdem diese in einem Leitartikel einen rhetorischen Aufruf zur Tötung des russischen Staatspräsidenten, Wladimir Putin, abgedruckt hatte. Das berichtet der "Spiegel".

Der Meinungsartikel vom 22. März trug die Überschrift "Wenn die Tötung des Tyrannen die einzige Option ist". 

Rasow: "Artikel verstößt gegen Moral"

"Es versteht sich von selbst, dass dies gegen die Regeln des Journalismus und der Moral verstößt", sagte Rasow in Rom vor dem Gebäude der Staatsanwaltschaft, nachdem er die Klage eingereicht hatte.

Vor drei Tagen veröffentlichte "La Stampa« eine Analyse mit der Überschrift "Wenn die Tötung des Tyrannen die einzige Option ist". Darin hieß es, wenn alle anderen Optionen versagten, um die russische Invasion in der Ukraine zu stoppen, bestehe die einzige Lösung darin, den Präsidenten zu töten.

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Über einen Übersetzer sagte Rasow, seine Klage werfe der Zeitung vor, zu einem Verbrechen aufzurufen und es zu billigen. "La Stampa" reagierte nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme.

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