Wir haben den Eigentümer der Brücke, die ÖBB, schon mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass Handlungsbedarf herrscht, schaltet sich nun Richard Wittasek-Dieckmann vom Bundesdenkmalamt in die Diskussion um die mögliche Sperre des Donauübergangs ein. Er fordert: Das seltene Bauwerk muss erhalten bleiben!
Trotz der Hinweise an den Eigentümer wäre aber nichts passiert, erklärt Wittasek gegenüber Heute. Eine Sanierung der seltenen historischen Eisenfachwerk-Konstruktion ist technisch möglich. Es ist ein kultureller Auftrag, das Bauwerk zu erhalten, fordert der Experte. Von einer bereits angedachten Verschiebung der Brücke samt einem Neubau an der alten Stelle hält er wenig.
Unterdessen sorgt das brisante Thema für einen Clinch zwischen ÖVP und SPÖ in der Landeshauptstadt. Volkspartei-Klubchef Klaus Fürlinger glaubt, dass die SPÖ eine Lösung auf die lange Bank schieben wird. Verkehrsreferent und Vizebürgermeister Klaus Luger (SPÖ) hält dagegen: Das Problem ist zu ernst, als dass man damit politisches Kleingeld machen soll.Jürgen Tröbinger