Damit wäre der Verkehrskollaps in Linz perfekt: Laut einem noch unveröffentlichten Gutachten der Technischen Universität Wien soll der baufällige Donauübergang dicht gemacht werden - Gerüchten zufolge bereits Ende 2010. Öffi-Landesrat Hermann Kepplinger (SPÖ) fordert daher noch vor Weihnachten einen Krisengipfel.
Täglich rollen mehr als 20.000 Autos über die Brücke. Zusätzlich laufen auch Bus-Linien über das denkmalgeschützte Bauwerk aus dem Jahre 1900. Was Statiker befürchteten, ist nun wissenschaftlich bestätigt. Die Fortbestandsprognose ist negativ, ließ der Eigentümervertreter, ÖBB-Infrastruktur-Vorstand Andreas Matthä, am Montag Kepplinger ausrichten. Bereits bei starkem Wind sei die Situation auf der vor sich hinrostenden Brücke kritisch. Der Verkehrsachse droht die Totalsperre. Es müssen jetzt alle Fakten auf den Tisch und Strategien entwickelt werden, fordert Kepplinger und will noch vor Weihnachten einen Gipfel mit ÖBB, Land, Stadt Linz und Denkmalschutz einberufen.
Von der Zukunft der Brücke hängt die Entwicklung des gesamten Öffentlichen Verkehrs in Linz ab: Bei der geplanten zweiten Straßenbahn-Achse durch die City ist die Brücke unter anderem als Donauquerung gedacht.Jürgen Tröbinger